Niederlage im Test gegen Amicale Steinsel

Am Ende eines langen und intensiven Pre-Season-Wochenendes verloren die RÖMERSTROM Gladiators Trier ihren Test gegen den Luxemburgischen Meister und Pokalsieger Amicale Steinsel mit 94:88. Top-Scorer auf Trierer Seite war Kyle Dranginis mit 17 Punkten. 

Die Gastgeber von Amicale Steinsel feierten eine Saisoneröffnung nach Maß. Die Luxemburger wussten mit einer schnellen, aggressiven Spielweise vor allem in der Defensive zu überzeugen. Mit ihren Steals und den anschließenden Fastbreaks stellten sie die Defense der RÖMERSTROM Gladiators Trier immer wieder vor Probleme. Doch auch offensiv lief es nicht rund für die Gladiatoren. Das, was am Samstag gegen die New Heroes aus Den Bosch noch gut klappte, war gegen Steinsel ein Problem. Immer wieder trafen die freien Würfe nur den Ring des gegnerischen Korbs und eben nicht das Netz. Zwar streuten vor allem Kyle Dranginis und Kapitän Simon Schmitz wichtige Dreier ein, doch am Ende war das zu wenig, um den Luxemburgischen Meister und Pokalsieger der letzten Saison besiegen zu können.

Zu Beginn des Spiels waren die Kräfte noch gleich verteilt. Vor allem Justin Alston, der noch von seinem Gala-Spiel am Abend zuvor beflügelt schien, zeigte wieder schöne Moves aus dem Post und guten Zug zum Korb. Doch die Rebound-Quote der Trierer war nicht hoch genug um sich ernsthaft abzusetzen. Das erste Viertel beendete man jedoch mit einer Führung 14:19.

Mit Beginn des zweiten Viertels drehte Steinsel plötzlich auf. Vor allem die beiden Amerikaner Billy McDaniel (21 Punkte) und Shavon Coleman (26 Punkte) zeigten ein starkes Spiel und brachten Trier fast im Alleingang in Bedrängnis. Doch es war vor allem der intensive Ballvortrag, mit dem die Luxemburger an diesem Sonntag überzeugen konnte. Trier, die mit drei Testspielen in wenigen Tagen eine intensive Pre-Season-Woche hinter sich hatten, konnten dem wenig entgegensetzen.

Mit zunehmender Spieldauer wurde Amicale Steinsel immer mutiger. Dies hatte einige sehenswerte Pässe und Anspiele auf den Korb zur Folge, die das Publikum in Jubel versetzte. Trotz einiger Schwierigkeiten konnten die RÖMERSTROM Gladiators das Spiel bis kurz vor Schluss offen halten. Vor allem, weil die Guards Kyle Dranginis und Rupert Hennen und mit einigen Zügen zum Korb akrobatisch Punkte erzielten. Die Führung verblieb zur Halbzeit jedoch bei Amicale Steinsel (35:32).

Das dritte Viertel gehörte zunächst ganz den Gastgebern (54:44). Mit sehenswerten Aktionen, wilden Dreiern und gutem Hustling in der Defense begeisterte das Team die gesamte Halle. Immer wieder schallte es „Steesel, Steesel“ von den Rängen. Die Gladiatoren aus Trier ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und hielten dagegen. Zwar kam Steinsel immer wieder zu einfachen Punkten, doch auch die Moselstädter punkteten jetzt konsequenter und die Bälle fielen besser. Folgerichtig ging Trier mit einer Ein-Punkt-Führung ins letzte Viertel.

Das Spiel konnte in dieser Phase nochmal an Feuer zulegen. Punkte im Sekundentakt auf beiden Seiten und vor allem guter Basketball wurde den Rund 600 Zuschauern in der Alain-Marchetti-Halle geboten. Umso weniger überraschend fand das hektische Spiel in der regulären Spielzeit keinen Sieger (85:85). Die Overtime musste es also entscheiden. Dort wurde den Gladiatoren dann die Intensität der letzten Pre-Season-Wochen zum Verhängnis. Für den Sieg fehlte dem Team von Headcoach Marco van den Berg auf den letzten Metern das nötige Glück und die Körner um dem letzten Ansturm der gegnerischen Offensive nochmal etwas entgegen zu setzen. Vor allem zwei wilde Dreier von Steinsel sorgten am Ende für die 94:88-Niederlage der RÖMERSTROM Gladiators Trier

RÖMERSTROM Gladiators Trier

Justin Alston (11), Kyle Dranginis (17), Kevin Smit (13), Jermaine Bucknor (8), Rupert Hennen (10), Lucien Schmikale (3), Simon Schmitz (12), Thomas Grün (7), Luka Buntic (2)