RÖMERSTROM Gladiators Trier dringen ins Finale vor

Die RÖMERSTROM Gladiators Trier sind mit einem Sieg gegen den Niederländischen Erstligisten ZZ Leiden ins Finale des Internationalen Turniers beim AB Contern in Luxemburg eingezogen. Die Trierer gewannen in der Vorrunde in einem umkämpften Spiel mit 82:77. Im Finale am Sonntag um 18 Uhr treffen die Moselstädter auf den Gastgeber AB Contern.

Das Spiel gegen ZZ Leiden zeigte sich über weite Strecken ziemlich zerfahren. Beide Mannschaften hatten vor allem in der ersten Hälfte mit vielen Ballverlusten und Foultrouble zu kämpfen. Bei den Niederländern jedoch half zu Beginn des Spiels vor allem der Versuch von Downtown. Mit drei Dreiern im Folge ging die erste Führung an Leiden (12:6). Die in weiß agierenden Niederländer zeigten sich vor allem in der Defense in der ersten Hälfte aggressiver als Trier und führten somit nicht unverdient. Da jedoch das Wurfglück mit mehr Spielzeit abnahm und die RÖMERSTROM Gladiators ihrerseits mit konsequenterem Zug zum Korb mehr und mehr heran kamen, entwickelte sich insgesamt ein knapper Schlagabtausch, der aber nach wie vor nicht für Begeisterungsstürme auf den Rängen sorgte. Auf Trierer Seite zeigte sich einzig Neuzugang Kyle Dranginis in guter Form und stellte die Verteidigung der Niederländer ein ums andere Mal vor Probleme.

An zwei bemerkenswqerten Aktionen war vor der Halbzeit Justin Alston, ebenfalls Neuzugang zur neuen Saison bei den RÖMERSTROM Gladiators, beteiligt. Zweimal versuchte der Amerikaner einen seiner spektakulären Dunkings, beim ersten wurde er jedoch mustergültig am Brett abgeräumt, den zweiten setzte er, für den Mann mit der Nummer 1 völlig untypisch, auf den Ring, statt in die Reuse. Diese zwei Aktionen konnten somit etwas symbolisch für die erste Halbzeit dieses Spiels stehen, die mit einem 43:35 für Leiden endete. Immer wieder war das Spiel auch aufgrund von Diskussionen mit den Schiedsrichtern unterbrochen worden. Ein wirklicher Spielfluss stellte sich somit nicht ein.

Das Spiel wurde in der zweiten Halbzeit etwas besser. Vor allem die Gladiatoren zeigten sich in der Defense griffiger, bissiger und vorne noch konsequenter. Vor allem das Zusammenspiel der Trierer wurde genauer und besser. Weniger Ballverluste und dafür mehr sehenswerte Aktionen, wie schöne Pässe von Thomas Grün auf Johannes Joos zu Beginn des dritten Viertels waren die Folge (46:42). Doch Leiden hatte immer wieder eine Antwort. Grade von der Dreierlinie zeigten sich die Niederländer weiter treffsicher. Doch Trier war nun dran. Den Startschuss für eine kleine Aufholjagd mit gutem Ende setzte Justin ‚Air Force One‘ Alston mit einem mustergültigen Dunking, der die beiden missglückten Versuche in der ersten Hälfte vergessen machte. In dieser Phase übernahm mehr und mehr Routinier Jermaine Bucknor die Verantwortung auf Seiten der Gladiatoren. Immer wieder übernahm er den Aufbau des Trierer Spiels, schwörte seine Mannschaft ein, setzte die Guards gut in Szene und traf auch selbst den ein oder anderen Dreier. Der Mann mit der Nummer Vier erzielte so wichtige Punkte, mit denen Trier zum Ende des dritten Viertels den Ausgleich erzielen konnte. Von dort an wirkte es so, als wäre Leiden müde. Gladiators Headcoach Marco van den Berg ließ Mitte des letzten Viertels Small-Ball spielen, mit Rupert Hennen auf der 1 und Sasa Milosevic als Center. Diese Formation setzte den Dreiern von Leiden vor allem Schnelligkeit entgegen. Thomas Grün, der sich mit schnellen Händen, zwei Steals sichern konnte, brachte Trier auf die Siegerstraße (72:77). Auch wenn es am Ende nochmal knapp wurde, konnten die RÖMERSTROM Gladiators den Sieg über die Zeit retten (77:82) und stehen somit im Finale des Turniers.

Dieses Finale wird ausgetragen am Sonntag, den 17. September 2017 in Contern. Gegner ist der Gastgeber AB Contern, die sich am gestrigen Samstag im zweiten Vorrunden Spiel mit 76:70 gegen Weert durchsetzen konnten. Der Eintritt zum Spiel um 18 Uhr in der Hall Sportif „Um Ewent“ ist frei.