Anton Shoutvin im Interview

Du bist vor kurzem hier in Trier angekommen. Was sind deine ersten Eindrücke von der Stadt und vom Verein?

Jeder ist sehr professionell und versucht das Beste zu geben. Alle haben mir geholfen, dass ich mich schnell einlebe und gut ins Team finde. Das Office, dass mich bei der Bürokratie unterstützt hat. Die Coaches, die mir die Spielzüge erklärt haben und die anderen Spieler, die mir den Einstieg sehr erleichtert haben. Ich fühle mich sehr wohl.

Dienstags bist du angekommen und donnerstags hast du schon dein erstes Spiel gegen Köln absolviert. Wie war es für dich als Spieler mit der neuen Mannschaft, der neuen Spielweise und mit den Spielzügen?

Ich habe gemerkt, dass ich noch nicht 100% eingespielt war und ich war auch mit meiner eigenen Leistung nicht zufrieden, aber ich habe mich nicht unterkriegen lassen. Ich habe versucht direkt nach vorne zu blicken, auf die Trainingseinheiten vor dem nächsten Spiel gegen Heidelberg. Die Coaches und Spieler haben mir sehr geholfen mich schnell in der Spielweise einzufinden, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Ich glaube, dass es jetzt schon viel besser ist und ich auch besser mit allem zurechtkomme.

Das haben wir am Sonntag auch schon gegen Heidelberg gesehen. Da hast du ein sehr gutes Spiel gemacht. Warst du überrascht, dass es so gut geklappt hat oder hattest du vor der Partie ein gutes Gefühl?

Ich glaube, dass ich das schon vor dem Spiel gefühlt habe. Ich war besser vorbereitet und hatte schon eine deutlich bessere Verbindung zu den anderen Jungs. Und wenn wir guten Basketball spielen, dann fügt sich alles schneller zusammen und das hat bei dem Spiel deutlich besser geklappt.

Was waren deine ersten Eindrücke vom Spieltag? Wie hast du dich gefühlt als du das erste Mal in die Arena Trier eingelaufen bist?

Es war ein tolles Gefühl. Ich denke, dass es jedem Spieler mehr Energie gibt fürs Spiel. Auch während dem Spiel, wenn man eine schlechte Phase hat, fangen die Fans dich wieder auf und bringen dich zurück ins Spiel, um noch härter zu kämpfen. Das ist für uns Spieler sehr hilfreich.

Du hast in dem Spiel gezeigt, dass du ein sehr flexibler Spieler bist. Wie würdest du dich denn selbst als Spielertyp beschreiben?

Ich glaube, dass ich das Spiel ganz gut verstanden habe und es auch zu meinem Vorteil nutzen kann. Und wie du gesagt hast, ich kann von außen werfen, aber auch zum Korb durchdringen und das gut gegen meinen Gegner nutzen.

Was denkst du über die ProA als Liga? Was wusstest du bevor du gekommen bist?

Ich denke, dass es eine wirklich gute Liga ist, mit vielen schlauen und athletischen Spielern.

Lass uns mehr über dich persönlich reden. Wie bist du aber überhaupt zum Basketball gekommen?

Meine Mutter und mein Vater haben Basketball gespielt. Ich bin in der Ukraine geboren und als ich vier Jahre alt war sind wir nach Israel gezogen. Meine Mutter hat weiter Basketball gespielt und als Kind war ich immer mit in der Halle und beim Training. Es war immer so aufregend das Spiel zu gucken und seitdem liebe ich Basketball und wusste, dass ich ein Basketballspieler werden will.

Also liegt deine Größe in deinen Genen?

Ja, vermutlich (lacht).

Du bist in Israel groß geworden und hast dort zu beginn deiner Karriere gespielt. Erzähl uns etwas über israelischen Basketball. Ein bisschen kennt man es von europäischen Wettkämpfen…

Ja, es ist ein gutes Land, um Basketball zu spielen. Aber ich glaube Fußball ist noch etwas populärer. Es ist eine harte Liga mit vielen guten Spielern.

Dann hast du noch in der Slowakei gespielt und hattest dort ein sehr gutes Jahr…

Ja, ich wurde unter die Top 5 der internationalen und Top 6 Spielern der Liga gewählt.

Was war in diesem Jahr so besonders, dass es so gut lief? 

Der Coach hat uns sehr frei spielen lassen, dass hat uns zu einem guten Team gemacht. Es war, wie hier auch, niemand egoistisch und teamorientiert. Wir waren eine sehr kleine Mannschaft und haben es trotzdem zu den Play-Offs geschafft. Es war auf jeden Fall ein gutes Jahr, auch für mich persönlich.

Dann hast du nochmal in Israel gespielt und zu Beginn dieser Saison dann in Tschechien. Warum hast du dich dazu entschieden, dass Team während der Saison zu wechseln? Was war der Grund nach Trier zu kommen?

Die letzten Jahre in Israel oder in der Slowakei waren anderes, professionell und gut. Aber in diesem Fall war es anders. Es war nicht so professionell und ich habe mich nicht wohl gefühlt. Doch als professioneller Basketballer versuche ich auch auf einem hohen Level zu spielen und in Tschechien hat das Gesamtpaket einfach nicht zu mir und für mich gepasst. Deswegen wollte ich unbedingt etwas ändern und Trier war eine gute Option, auch für die Zukunft.

Lass uns über deine Ziele sprechen. Du bist einer der erfahrensten Spieler im Team, was sind also deine persönlichen Ziele?

Mein Ziel ist natürlich in die Play-Offs zu kommen, von da aus kann alles passieren. Von Spiel zu Spiel müssen wir besser zusammenarbeiten und als Mannschaft zusammenwachsen, sodass wir härter angreifen können und unaufhaltsam werden. Wir sind auf jeden Fall alle auf der gleichen Seite was unsere Ziele angeht.