Weckruf vor den Playoffs! RÖMERSTROM Gladiators Trier verlieren gegen Kirchheim

Nichts war es mit dem zehnten Heimsieg in Folge. Die RÖMERSTROM Gladiators Trier haben ihr letztes Heimspiel in der regulären Saison verdient mit 75:82 gegen die Kirchheim Knights verloren. Bei den Rittern zeigte sich vor allem Corban Collins. Der Amerikaner holte 32 Punkte und fünf Rebounds und war der überragende Mann auf dem Parkett.

Vor dem Spiel wurde es rührselig. In seinem letzten Heimspiel und dem 100. Spiel insgesamt in einer Hauptrunde für die RÖMERSTROM Gladiators Trier, wurde Headcoach Marco van den Berg von Achim Schmitz kurz vor Spielbeginn offiziell verabschiedet. Der Niederländer wird in den sicheren Playoffs jedoch weiter auf der Bank sitzen und „alles versuchen noch so viele Heimspiele wie möglich mit den Fans zu feiern“. Hinzu kam auch, dass die RÖMERSTROM Gladiators die Vertragsverlängerung von ihrem Guard Kevin Smit bekannt gaben.

Rein in die Partie. Trier begann gut, schaffte es Justin Alston unter dem Korb zu finden, der aus dem Post stark vollstreckte. Doch Kirchheim fand ebenfalls schnell ins Spiel. Vor allem durch die physische Spielweise, schafften die Knights es, Trier zu Fehlwürfen zu zwingen. Vorne hatten sie in Corban Collins und Elijah Allen zwei gnadenlose Vollstrecker. Mit wichtigen Dreiern brachten sie die Gäste das erste Mal in Führung (6:10). Trier blieb dann stark, wenn sie das Spiel in der Zone forcierten. Problematisch dabei jedoch: Center Alston musste früh mit zwei Fouls vom Parkett. Dennoch gelang es den RÖMERSTROM Gladiators zu punkten und so entschieden sie das erste Viertel für sich (21:18). Doch grade die Dreierquote war deutlich ausbaufähig. Lediglich einer von sieben Versuchen fand sein Ziel.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts übernahm Routinier Jermaine Bucknor Verantwortung. Mit zwei Dreiern in Folge hielt er die Gladiatoren im Spiel. Denn grade Corban Collins zeigte weiter seine unglaubliche Treffsicherheit mit teils wilden Würfen. Die Gladiatoren waren in dieser Phase jedoch physisch auf der Höhe. Und da die Dreier nun fielen, konnte man sich Mitte des zweiten Viertels leicht absetzen. (39:27). Die Knights blieben jedoch ruhig, verfielen nicht in Hektik und kamen durch Freiwürfe zu einfachen Punkten, sodass die Gastgeber nicht endgültig wegziehen konnten, sich aber in Sicherheit wähnten. Für die RÖMERSTROM Gladiators wirkte es so, als hätten sie das Spiel im Griff. Folgerichtig ging es mit einer 45:40-Führung in die Halbzeit.

Im dritten Viertel drehte sich der Wind und die 4023 Zuschauer in der Arena Trier sahen ein stark eingestelltes Kirchheimer Team. Immer wieder zwangen sie die Moselstädter zu Turnover. Und dann, wenn die Gastgeber versuchten wegzuziehen, waren Allen und Collins da, um die Arena mit ihren Treffern verstummen zu lassen. Davon ließen sich auch die Gladiatoren auf dem Parkett beeindrucken. Kirchheim schaffte den Turnaround. Während die Gladiatoren die letzten fünf Minuten lang gar nichts trafen, legten die Ritter einen 16:0-Lauf hin und gingen mit einer Führung (56:60) in das entscheidende letzte Viertel.

Die RÖMERSTROM Gladiators blieben selbstbewusst. Auch, weil sie in der Vergangenheit gezeigt hatten, dass sie durchaus in der Lage waren, knappe Spiele am Ende noch zu ihren Gunsten zu entscheiden. Doch die Gäste hielten weiter mit ihrer physischen Defense dagegen, schafften es immer wieder Trierer Läufe zu stoppen und selbst wichtige Punkte zu erzielen. Colins, der bis dato schon 24 Punkte auf dem Statistikbogen verzeichnen konnte, legte nochmal acht oben drauf. Und es zeigte sich mit Charles Barton Jr. nun noch ein weiterer Guard der Gäste. Der Schwede sicherte den Ball, zeigte tolle Dribblings und setzte seine Mitspieler gut in Szene. Seine sieben Assists und 13 Punkte waren am Ende ein Faktor, warum Trier das Spiel zum Schluss nicht mehr drehen konnte. Die Gladiatoren mussten sich am Ende, nach einem vergleichsweise schwachen Spiel, verdient den Kirchheim Knights mit 75:82 geschlagen geben. Die Gäste können nun weiter auf eine Playoff-Teilnahem hoffen, während für Trier die Erfüllung der Mission Heimrecht deutlich schwieriger geworden ist.

Am kommenden Wochenende steht das letzte Spiel der Hauptrunde der 2. Basketball-Bundesliga an. Die RÖMERSTROM Gladiators treffen in Nürnberg auf die Falcons. Dort wollen sie einen erfolgreichen Saisonabschluss und die letzte Chance auf das Heimrecht wahren. Sprungball der Partie am 31. März 2018 ist um 19:30 Uhr.

Stimme

Marco van den Berg: „Wir haben heute verdient verloren. Ich denke, dass das auch ein Weckruf für die Playoffs war. Man hat gesehen, dass wir es schwer haben werden, wenn wir nicht mit Willen zum Rebound gehen und verteidigen. Kirchheim hat das extrem gut gemacht. Vor allem die Guards haben das Spiel dominiert.“

Statistik

Justin Alston (13), Kyle Dranginis, Kevin Smit (11), Jermaine Bucknor (11), Lucien Schmikale, Simon Schmitz (6), Thomas Grün (7), Stefan Ilzhöfer (8), Luka Buntic (6), Robert Nortmann (5), Anton Shoutvin (8).