Bittere Niederlage gegen Heidelberg

Es war das erwartet enge Spiel, das am Ende zu Gunsten der Hausherren ausfiel: Die Gladiators Trier verloren das vierte Auswärtsspiel der laufenden Saison mit 82:80 (38:43) gegen die MLP Academics Heidelberg.

Headcoach Marco van den Berg startete mit Kevin Smit, Brandon Spearman, Marian Dahlem, Dwayne Evans und Kilian Dietz in das erste Viertel. Angeführt von einem am Freitagabend bestens aufgelegten Dwayne Evans, zogen die Gäste mit einem zwischenzeitlichen 10:0-Lauf auf einen Spielstand von 6:15 davon und zeigten vor allem im zweiten Versuch ihre vom holländischen Coach geforderte Stärke: Satte 9 Rebounds, 2 offensive und 7 defensive, holten sich die Gladiatoren in den ersten zehn Minuten. Auch die Freiwurfquote stimmte von Anfang an: 6 von 6 Würfen fanden ihren Weg durch das Netz und so ging es mit einem Zwischenstand von 19:25 für die Gäste in die erste 2-Minuten-Pause.

Den zweiten Spielabschnitt dominierten anfangs wieder die Trierer: Rebound Tim Weber, 3er Marian Dahlem. Spielstand 26:32. Nach einer Weile fand nun auch Heidelberg mehr und mehr in die Partie und drehte kurzzeitig das Spiel – 34:32 für die Gastgeber. Doch die Mannschaft um Spielmacher Kevin Smit behielt auch in dieser Situation die Nerven und forcierte immer wieder ausgespielte Offensivaktionen: Luca Breu auf Benedikt Breiling, der weiter auf Alexander Engel, der Ball kommt zu Eric Anderson und der wiederum passt auf Tim Weber, der den freien Korbleger versenkt – 34:41 für die Gäste. Mit insgesamt 19 Rebounds und 15 Assists zeigten die Gladiators eine starke erste Halbzeit und führten verdient mit 38:43.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich nun ein zunehmend enger werdender Schlagabtausch, der die knapp 650 Zuschauer in der Halle am Olympiastützpunkt in Heidelberg in seinen Bann zog. Das Team von Heimcoach Ignjatovic „Frenki“ Branislav kämpfte sich von Minute zu Minute näher heran, fand jedoch selten die Chance, die Gladiators wirklich aus der Fassung zu bringen. Auch dank Kilian Dietz hielten die Gäste die Heidelberger auf Abstand. Der Center überzeugte im gesamten Spiel vor allem durch wichtige Punkte in engeren Phasen. Auch an der Freiwurflinie behielten die Moselaner nach wie vor die Nerven (8/9) und so ging es mit einem Zwischenstand von 55:60 in den letzten Spielabschnitt.

Trotz der vorangegangenen Überlegenheit, verloren die Van den Berg-Schützlinge im letzten Viertel die Kontrolle in ihrem eigenen Spiel – das nutzten die Academics eiskalt aus. Mit einem 8:0-Lauf starteten die Hausherren in die letzten zehn Minuten und warfen damit die Gladiatoren zeitweise aus der Bahn. Der sich nun entwickelnde Krimi, brachte jedes noch so starke Nervenkostüm ins Wanken: In den letzten 7 Minuten lieferten sich beide Teams einen Schlagabtausch mit offenem Visier. Fielen auf der einen Seite die Punkte, so traf auch die jeweils andere Mannschaft den darauffolgenden Korb. So kam es, dass bei einer verbleibenden Spieldauer von 13 Sekunden ein 75:75 auf der Uhr stand.

Schlussendlich behielten die Heidelberger in den letzten Augenblicken die besseren Nerven und gewannen glücklich mit 82:80 gegen stark kämpfende Gladiatoren, denen in den letzten Minuten des Spiels vor allem die Kaltschnäuzigkeit unter dem Korb fehlte.

Scoring:

Dwayne Evans (26 Punkte), Eric Anderson (14), Brandon Spearman (13), Tim Weber (7), Kevin Smit (6), Benedikt Breiling (6), Kilian Dietz (6), Alexander Engel (2), Marian Dahlem (0), Luca Breu (0)