Das Matchup: RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Crailsheim Merlins

Wir treffen in der zweiten Playoff-Runde auf die Crailsheim Merlins. Um euch gut vorzubereiten und mit hilfreichem Wissen zu versorgen, haben wir alle interessanten Fakten und Zahlen hier zusammengetragen.

Der Direktvergleich:

Die Gladiatoren treffen zum vierten Mal in der ProA auf die Crailsheim Merlins. Und bisher ist diese Serie recht deutlich zugunsten der Zauberer ausgegangen. Während Trier lediglich einen Heimsieg verbuchen konnte, haben die Merlins die anderen drei Partien für sich entschieden. Doch auch in der letzten Saison hatten die Moselstädter den Gast aus Baden-Württemberg im Heimspiel an der Grenze zur Niederlage. Grade zuhause sind die Trierer also nicht zu unterschätzen, zumal sie zu den einzigen Teams zählen, die die Merlins in dieser Saison besiegen konnten.

Der Saisonvergleich:

Beide Teams sind unglaublich heimstark. Crailsheim hat in dieser Saison kein einziges Spiel in der Arena Hohenlohe verloren und damit einen vereinsinternen Rekord aufgestellt. Auch Trier ist in der eigenen Arena eine Macht. Als drittbestes Heimteam mit lediglich drei Niederlagen auf eigenem Parkett, müssen sich die Gladiatoren nicht verstecken. Die Trierer konnten gegen jede Mannschaft der ProA mindestens einen Sieg feiern. Auch Crailsheim wurde zuhause, nach einer starken Partie geschlagen. Doch klar ist, dass die Serie ein hartes Stück Arbeit wird. Nicht umsonst ist Crailsheim als zweiter der Hauptrunde in die Playoffs gestartet und hat Hanau mit 3:0 gesweept.

Die Scorer:

Die Crailsheim Merlins sind das Scoringstärkste Team der Liga. Mit 2712 Punkten haben sie etwas mehr als 300 Punkte mehr als die RÖMERSTROM Gladiators erzielt. Und vor allem haben sie knapp 500 Punkte mehr erzielt als sie bekommen haben. Ein Zeichen dafür, wie Offensivstark die Mannschaft von Tuomas Iisalo ist. Gleich vier Spieler sind unter den Top 25 Scorern der Liga. Vorneweg geht Center Sherman Gay, der mit 14,5 Punkten im Schnitt starke Zahlen auflegt. Knapp dahinter liegt Point Guard Frank Turner mit 13,8 Punkten pro Spiel. Starke Zahlen.

Doch auch bei Trier gibt es positive Aspekte. Vor allem sind die Gladiatoren in dieser Saison kaum ausrechenbar. Viele Spieler können die Scoringlast tragen. So gab es in dieser Saison oft wechselnde Top-Scorer. Eine Situation, die für jeden Gegner schwer vorherzusehen ist. Sechs Spieler haben derzeit an die 10 Punkte im Schnitt. Ein guter Wert. Diese Tiefe im Kader war einer der Faktoren, die Trier am Ende den Sieg in der Serie gegen Heidelberg beschert haben dürfte.

Die Rebounder:

Trier liegt in der Reboundstatistik derzeit auf Platz 5. In der Offensive stellt Trier sogar das beste Rebounding-Team. Dieser Faktor hat der Mannschaft in der Crunchtime eines Spieles nicht selten geholfen. Vor allem die Big Men der Gladiatoren rebounden ordentlich. Bester Zupacker ist Jermaine Bucknor mit 6,6 Rebounds im Schnitt, dahinter liegen Justin Alston (6,0) und Johannes Joos (5,8).

Die Merlins sind ihrerseits auf Platz 2 der Reboundtabelle. Auch hier machen die Baden-Württemberger einen guten Job. Ein Faktor dafür ist auch die Tatsache, dass sie auf den großen Positionen extrem gut besetzt sind. Mit Sherman Gay, Patrick Flomo, Michael Jost und seit dem Winter Philipp Neumann besitzen sie extrem viel Erfahrung und Qualität um unter dem Korb aufzuräumen. Auch Konrad Wysocki und Michael Cuffee mischen unter den Körben mit und holen über vier Rebounds im Schnitt.

Die Spielzeit:

Die Gladiatoren spielen in dieser Saison eine recht ausgeglichene Rotation. Doch die Hauptlast liegt klar auf den beiden Leadern Simon Schmitz und Jermaine Bucknor. Beide sind mit 26 und 25 Minuten am längsten auf dem Parkett. Doch insgesamt gibt es sieben Spieler die an die 20 Minuten Spielzeit sehen und somit ähnlich viel Verantwortung übernehmen.

Crailsheim hat einen klaren Leader auf dem Parkett: Frank Turner. Nicht nur, dass er die meiste Spielzeit sieht, er ist mit seinen Zahlen ein großer Faktor für das Spiel der Merlins. Dort haben insgesamt sechs Spieler eine Spielzeit über 20 Minuten. Erfreulich aus Trierer Sicht: Auch Ex-Gladiator Sebastian Herrera gehört dazu. Er ist Teil der Starting 5 und sieht im Schnitt 22:29 Minuten. Auch dies spricht für die tolle Entwicklung, die der Shooting Guard genommen hat.

Die Trefferquoten:

Die Dreierquote der RÖMERSTROM Gladiators liegt bei 36.6 % und ist damit auf einem guten Niveau. Doch bei den Distanzschüssen geht es nich nur um die reine Quote an sich. Vor allem die wichtigen Dreier fallen in dieser Saison hochprozentig. So zum Beispiel der Crunchtime-Treffer von Simon Schmitz übers Brett in Spiel 4 gegen Heidelberg. Immer dann, wenn das Team von Marco van den Berg mit dem Rücken zur Wand steht, können sie mit Big-Threes in die Spur zurück finden. Und auch hier variieren die Schützen. Mal trifft Schmitz, mal Jermaine Bucknor mit seinem begnadeten Step-Back aus dem Dribbling, oder aber auch Lucien Schmikale aus der Ecke. Auch Rollenspieler wie Luka Buntic haben in dieser Saison gezeigt wie wichtig sie in dieser Hinsicht sein können. Mit 48,9 % ist auch die Inside-Quote nicht zu verachten. Vor allem Justin Alston macht hier, seitdem er von seiner Verletzung genesen ist einen guten Job. Mit Johannes Joos kommt der nächste starke Post-Spieler aus einer Verletzungspause zurück und kann hier die Quoten noch verbessern.

Dass die Merlins im Scoring stark sind, beweisen auch die Quoten. In beiden Statistiken (2er und 3er) sind die Crailsheimer vorne im Vergleich mit allen anderen Mannschaften der 2. Basketball-Bundesliga. Mit 57,3 % aus der Zone treffen sie 3 % mehr als der zweitplatzierte in dieser Statistik Vechta. Bei den Dreiern (40 %) sind es ebenfalls drei auf Hagen. Überragende Werte.

Die Spielstätten:

Die RÖMERSTROM Gladiators spielen in der Arena Trier.  Sie ist mit einer Kapazität von bis zu 5900 Plätzen die größte Halle der 2. Basketball-Bundesliga. Erwähnt werden muss in dem Zusammenhang jedoch, dass die RheinStars Köln die Lanxess Arena nutzen. Offiziell angegeben sind zwar nur 4000 Plätze doch theoretisch ist das noch weit unter den Möglichkeiten der Halle in Köln-Deutz. Dies aber nur zur Einordnung. Die Auslastung der Arena Trier liegt derzeit bei 43 %. Das bedeutet einen Zuschauerschnitt von 2531. Eine Steigerung gegenüber der Hauptrunde im Vorjahr von knapp 500 Zuschauern pro Spiel.

Die Merlins spielen in der Arena Hohenlohe in Ilshofen vor einem tollen und treuen Publikum. Mit 1925 Zuschauern im Schnitt liegen sie im Ligavergleich auf Platz sechs. Die Auslastung liegt bei 64 %, die Arena fasst insgesamt rund 3000 Zuschauer. Die Halle ist aufgrund ihres markanten Rundbaus besonders bekannt. Neben dem Basketball finden dort auch andere Events wie zum Beispiel Auktionen der Rinderunion Baden-Württemberg statt.