RÖMERSTROM Gladiators verlieren vor 560 Zuschauern in Wittlich

Die RÖMERSTROM Gladiators Trier haben am gestrigen Sonntag das Spiel gegen die VOO Liegé Basket mit 73:83 verloren. Die Lütticher konnten vor allem nach der Pause ihre Stärke ausspielen. Bis dahin war das Spiel jedoch ausgeglichen verlaufen. Top Scorer auf Trierer Seite einmal mehr: Mit 25 Punkten Neuzugang Till Gloger.

Am Schluss wurden die 560 Zuschauer im Wittlicher Eventum noch einmal laut. Grade hatten die RÖMERSTROM Gladiators Trier einen 22 Punkte-Rückstand auf acht Punkte schmelzen lassen, da traf Bradford Burgess einen wichtigen Dreier mit Hand im Gesicht und erhöhte so noch einmal uneinholbar. Zu dem Zeitpunkt war klar, dass die Gladiatoren dieses Spiel nicht mehr würden drehen können. Und dennoch: die Fans zeigten sich nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung des Teams von Headcoach Christian Held, hatten sie es doch kurz vor Schluss nochmal sehr spannend gemacht.

Rein ins Spiel. Das erste Viertel konnten die Gladiatoren recht ausgeglichen gestalten, auch wenn Lüttich seine Qualität schon früh andeuten konnte. Vor allem der angesprochene Burgess, aber auch Forward Terence Henry machten es der Trierer Verteidigung mit teils wilden Korberfolgen wirklich schwer. Stark war die Defense der Gladiatoren immer dann, wenn sie Druck auf den Gegner ausübte. So kamen sie im ersten Viertel immer wieder zu sehenswerten Punkten dank guter Steals und anschließenden Fastbreaks. Nach dem ersten Viertel lagen die Moselstädter mit 17:19 zurück.

Im zweiten Viertel bot sich den Fans im Eventum ein ähnliches Bild. Beide Mannschaften zeigten eine recht ausgeglichene Statistik mit einem entscheidenden Unterschied. Während für die Trierer der Korb aus der Distanz wie vernagelt schien, traf Lüttich auch die schweren Würfe hochprozentig. So war eine 36:30 Halbzeitführung aus Sicht der belgischen Gäste absolut verdient. Zumal die Gladiatoren zwar immer mit einer Hand am Ball waren, aber nicht entscheidend stören und den Korberfolg so verhindern konnten.

Nach der Pause dann kam die schwächste Phase im Trierer Spiel. Man merkte, dass die Pre-Season und das Spiel am Vortag gegen die Dragons Rhöndorf ihren Tribut forderte. Während Lüttich ihre Wurfquoten weiter hoch hielt, trafen die RÖMERSTROM Gladiators in dieser Phase gar nichts mehr. Oft waren die Moselstädter einen Schritt zu spät in der Verteidigung und auch in der Reboundarbeit nicht konsequent genug, sodass Lüttich 38 Punkte alleine im dritten Viertel erzielen durfte. Mit 38:68 ging es in den letzten Spielabschnitt.

Und die RÖMERSTROM Gladiators wären nicht die RÖMERSTROM Gladiators, wenn sie nicht nochmal alles versuchen würden um das Spiel zu drehen. Plötzlich fielen auch die wichtigen Würfe wieder, so zum Beispiel ein sehenswerter Dreier von Simon Schmitz. Doch da Lüttich weiter traf und sich vom Trierer Run nicht wirklich aus der Ruhe bringen ließ, konnten die Gladiatoren am Ende den Rückstand nur auf 73;83 verkürzen.

Headcoach Christian Held zeigte sich nach dem Spiel vor allem mit dem Kampfgeistes seines Teams zufrieden: „Um den Charakter und die Moral unseres Teams müssen wir uns keine Sorgen machen. Man merkt der ist da. Wir haben derzeit noch immer wieder diese Phasen im Spiel in denen wir zu unkonstant sind. Die müssen wir deutlich verringern. Es wird noch etwas Zeit brauchen, bis wir da sind, wo wir hinwollen. Aber das ist in der Phase der Vorbereitung völlig normal.“

Jetzt ist für die Gladiatoren erstmal Erholung angesagt. Ab Dienstag steht dann wieder eine anstrengende Trainingswoche an, bevor es dann am kommenden Wochenende nach Belgien gegen den BC Oostende und Belfius Mons-Hainaut zu den nächsten Testspielen geht.

STATS:

Kevin Smit (7), Jermaine Bucknor (15), Lucien Schmikale, Simon Schmitz (7), Thomas Grün (14), Luka Buntic, Markus Zock, Till Gloger (25), Johannes Joos (5).