Gladiatoren verlieren knapp im Test gegen Heidelberg

Die RÖMERSTROM Gladiators Trier haben ihr Testspiel gegen die MLP Academics Heidelberg am gestrigen Sonntag knapp mit 75:78 verloren. Vor etwas weniger als 1000 Zuschauer zeigte sich, dass mit beiden Teams im Kampf um die Playoffs in der kommenden Saison zu rechnen sein muss.

Nach dem Spiel zollten die 927 Zuschauer bei der Ehrenrunde den Spielern der RÖMERSTROM Gladiators Trier Respekt für ihre Leistung im Testspiel gegen die MLP Academics Heidelberg. Zuvor hatten sie eine Partie mit hohem Niveau gesehen, die richtig Lust auf die neue Saison verbreitete.

Die RÖMERSTROM Gladiators Trier begannen stark. Vor allem dank ihrem Guard Kyle Dranginis konnten die Moselstädter das erste Viertel mit 23:14 für sich entscheiden. Der Amerikaner zeigte, dass man ihn in der Verteidigung nicht vernachlässigen darf und erzielte in lediglich drei Minuten Spielzeit acht Punkte mit einer 100 % Trefferquote. Auch die Kurpfälzer konnten ihre Qualität von Sekunde eins andeuten. Vor allem der zurückgekehrte Shyron Ely zeigte, wie wichtig er für sein Team ist und spielte ebenso wie Center Philipp Heyden zehn Minuten im ersten Spielabschnitt. Grade Heyden sollte im Verlaufe der Partie noch wichtig werden, da er zusammen mit dem anderen Big Man Niklas Ney viele Lücken für die Guards der Akademiker reißen konnte.

Grade im zweiten Viertel zeigte sich die große Qualität des Academics-Kaders. Mit starker Trefferquote aus der Distanz konnten die Heidelberger das Spiel vor der Halbzeit an sich reißen. Mit einem 12:0-Lauf sicherten sie sich einen sieben-Punkte-Vorsprung, den sie gerne in die zweite Hälfte gerettet hätten. Doch ein Trierer hatte ganz besonders was dagegen. Stefan Ilzhöfer übernahm vor Ende der ersten Hälfte das Heft des Handelns und sorgte mit sehenswerten Aktionen in der Offensive und vier Rebounds dafür, dass Trier nochmal auf zwei Punkte herankam. Bis dato zeigte sich, dass die beiden Top-Teams auf absoluter Augenhöhe agierten. So sah es auch RÖMERSTROM Gladiators-Headcoach Christian Held: „Wir sind sehr zufrieden mit der Leistung gegen eine Mannschaft, die für mich zu den Top3 der Liga zählt. Heidelberg ist wirklich ein extrem starkes Team und hat es uns grade in der Zone nicht leicht gemacht. Wir konnten vor allem mit unserer tiefen Rotation punkten. Es ist schön zu sehen, dass jeder für den anderen einspringen und Verantwortung übernehmen kann.“

Nach der Pause zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Partie wogte hin und her. Beide Teams zeigten spektakuläre Dreier in der Offensive und Blocks in der Defensive. Die Intensität auf beiden Seiten blieb hoch. Keine Mannschaft wollte den Sieg leichtfertig herschenken. Das drückte sich auch im Punktestand aus, denn der blieb auch im dritten Spielabschnitt denkbar knapp. Vor allem einer drehte jetzt auf Gladiatoren-Seite auf: Jermaine Bucknor. Der Kanadier, der am Ende der Partie auch Top-Scorer der Trierer war, erzielte 16 seiner 19 Punkte in der zweiten Hälfte und verbuchte für sich großen Anteil daran, dass beide Teams bis kurz vor Schluss noch alle Siegchancen hatten. Mit 49:52 für die Gäste ging es in den entscheidenden Spielabschnitt.

Und der war an Dramatik kaum zu überbieten. Immer wieder versuchte Heidelberg, vor allem angeführt von Shy Ely, wegzuziehen, doch Trier war bissig und blieb dran, erzielte vor allem durch Jermaine Bucknor und Simon Schmitz nochmal wichtige Dreier, die das Spiel bis 20 Sekunden vor Schluss offenhalten konnten. Dann die entscheidende Situation. Heidelberg mit zwei Punkten vorne und im Ballbesitz. Trier wollte das schnelle Foul, das jedoch von den Schiedsrichtern als unsportlich gewertet wurde. Die anschließenden Freiwürfe kann Jaleen Smith verwandeln und so Heidelberg auf die Siegerstraße bringen. Am Ende gewinnen die Kurpfälzer denkbar knapp mit 75:78.

Nach dem Spiel zeigten sich die Fans der RÖMERSTROM Gladiators Trier trotzdem zufrieden mit dem Einsatz und der Leistung ihrer Gladiatoren auf dem Parkett. Headcoach Held betonte im Anschluss an die Partie auch nochmal die Wichtigkeit der Verbindung von Mannschaft und Fans: „Es ist schön zu sehen, dass die Unterstützung in den zwei Jahren, in denen ich hier bin, noch weitergewachsen ist. Unsere Fans helfen uns sehr und die Atmosphäre in der Arena Trier ist immer wieder hervorragend. Dass am Ende fast 1000 Zuschauer zu einem Testspiel kommen, zeigt diese Verbundenheit, für die wir extrem dankbar sind.“ Für die Gladiatoren war das Spiel gegen die MLP Academics Heidelberg eine tolle Vorbereitung auf den Start in der BARMER 2. Basketball Bundesliga in etwas mehr als einer Woche. Bis zum Saisonstart werden die Gladiatoren nun noch ein Test-Turnier in Dudelange bestreiten, dann warten die Rostock Seawolves zum Saisonauftakt. „Unsere Grundlagen sind gelegt und damit bin ich sehr zufrieden. Bis zum ersten Spieltag wollen wir jetzt noch die taktischen Feinheiten angehen und dann fühlen wir uns perfekt vorbereitet auf die neue Saison“, erklärt Headcoach Held abschließend.

STATS:

Kyle Dranginis (8), Kevin Smit (3), Jermaine Bucknor (19), Rupert Hennen (2), Lucien Schmikale (2), Kilian Dietz (4), Simon Schmitz (5), Thomas Grün (5), Stefan Ilzhöfer (8), Luka Buntic, Vince Boumann (7), Johannes Joos (12).