Young Gladiators schlagen Bayreuth nach Verlängerung

Die Young Gladiators Trier haben ihr letztes Spiel des Jahres gewonnen. Gegen die TenneT young heroes aus Bayreuth gab es einen 87:85-Sieg nach Verlängerung. Sechs Trierer Spieler punkteten zweistellig.

Trier startete gut in die Partie, die Intensität, von der die Young Gladiators leben, war da. Nach dem ersten Abschnitt war die Partie ausgeglichen, 17:17. Danach blieb es eng, und es zeichnete sich ab, dass das Spiel nicht besonders ansehnlich werden würde. Beide Teams wollten über den Kampf im Spiel bleiben, darunter litt die Qualität. Ballverluste auf beiden Seiten häuften sich, und die Gäste aus Bayreuth hatten die Situation zu dieser Zeit besser im Griff. So gelang es den young heroes in den letzten Minuten, sich ein wenig abzusetzen. Beim Stand von 33:38 ging es in die Pause.

Die Gäste aus Bayreuth starteten mit einem 5:0-Lauf in die zweite Halbzeit. Jonas Borschel rief zur Auszeit, danach war der Lauf erstmal gestoppt. Aber auch Trier konnte nicht scoren in den nächsten Minuten, erst von der Freiwurflinie wurde verkürzt (35:43).
Ein unsportliches Foul gab den Gladiators jetzt die Möglichkeit, weiter aufzuschließen (41:45). Trotz einer Auszeit von Bayreuth legten die Trierer weiter vor, konnten durch einen umjubelten Dreier zum 51:50 wieder in Führung gehen. Bayreuth hatte zum Viertelende die Führung wieder, 51:54.

Durch kurze Läufe auf beiden Seiten erkämpften die Teams sich abwechselnd einen kleinen Vorteil. Mal führte Trier (56:54), mal Bayreuth (56:59). Zwei starke Aktionen von Leon Schuffenhauer (Topscorer mit 19 Punkten) drehten das Spiel wieder zugunsten der Gladiators. Bayreuth glich schließlich aus, das Viertel endete – Verlängerung.

Mit zwei Dreiern eröffneten die Gastgeber die Overtime furios. Erneut ließ sich Bayreuth aber keinesfalls abschütteln, konnte beim 80:80 wieder ausgleichen. Diesmal ließ sich Trier den Sieg aber nicht mehr nehmen, die Young Gladiators gewannen 87:85.

Jonas Borschel: „Wir sind überglücklich über den Sieg, auch wegen einiger Vorzeichen, die nicht gut waren. Wir hatten einige krankheitsbedingte Ausfälle in der letzten Woche, sodass wir etwas geschwächt waren. Aber so konnten wir zeigen, dass wir ein tolles Teamgefüge und eine gute Breite haben, andere Spieler sind in die Bresche gesprungen und haben einen tollen Job gemacht. Das ist sehr erfreulich und zeigt unseren Zusammenhalt und Charakter.
Es war kein gutes Spiel, aber intensiv. Viele Turnovers und Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten, es war ein Kampf. Im ersten Viertel haben wir gut gereboundet, so wie wir es uns vorgenommen hatten. Im zweiten Viertel haben wir das Duell dann deutlich verloren, das war auch ausschlaggebend für den Rückstand. Wir sind nicht gut aus der Pause gekommen, und dann sind noch Nils Piprek und Tom Demmer ausgefallen, zwei absolute Leistungsträger. Wir haben in einer Auszeit darüber gesprochen, dass es heute nur zusammen gehen kann. Dann sind nochmal Kräfte freigeworden, das war eine echte Energieleistung. Wir hätten schon in der regulären Spielzeit den Deckel drauf machen können, haben dann zweimal den Ball verloren. In der Verlängerung sind wir dann super gestartet, haben dann wieder den Ball verloren und Bayreuth ist wieder rangekommen. Dass wir dann trotzdem den Mut und die kämpferische Leidenschaft hatten, das Ding zu gewinnen, war einfach super.
Die Jungs arbeiten super. Jeder der reinkommt, auch wenn er normalerweise nicht viel spielt, gibt alles auf dem Feld. Das ist eine gute Basis, daran werden wir in den nächsten Jahren noch viel Spaß haben in unserem Programm.“