Karnevalssonntag in Hagen – Trier trifft auf die Feuervögel

Am gestrigen Freitag feierten die RÖMERSTROM Gladiators Trier einen wichtigen Heimsieg gegen die Kirchheim Knights. Doch lange Zeit zum Feiern bleibt nicht, denn schon am Sonntag steht das nächste Spiel an. Um 17:30 müssen die Gladiatoren in der Krollmann Arena gegen Phoenix Hagen antreten. 

Es ist ein Traditionsduell im deutschen Basketball: Trier gegen Hagen. Schon in der BBL waren die Duelle packende Auseinandersetzungen auf hohem Niveau. Mittlerweile treffen sich beide Mannschaften in der BARMER 2. Basketball Bundesliga, haben aber die Spannung der Duelle absolut beibehalten können. 

In der vergangenen Saison zum Beispiel konnten die Trierer in Hagen einen wichtigen Sieg auf dem Weg in die Playoffs einfahren können. Und auch in dieser Saison wäre ein Auswärtserfolg ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die Runde der besten Acht. Auch weil die Feuervögel derzeit auf Platz 6 rangieren und somit vor den RÖMERSTROM Gladiators in der ProA-Tabelle stehen. Und das völlig verdient. Denn vor allem in der Mitte der Saison zeigten die Hagener eine starke Performance mit sieben Siegen in Folge. Darüber hinaus konnten die Südwestfalen mit Hamburg, Heidelberg, Chemnitz die Top-Teams der Liga bezwingen. Ein Beweis für die Qualität des Hagener Kaders. Im Hinspiel konnten die RÖMERSTROM Gladiators Trier das Spiel zwar gewinnen, doch mittlerweile wird die Mannschaft von Christopher Harris trainiert, der dem Team ein neues Gesicht gegeben hat. 

Und das mit einem Kader, der in großen Teilen so schon in der vergangenen Saison zusammengespielt hat. Wichtig vor allem: Center Alex Herrera, Power Forward Dominik Spohr und Point Guard Jojnas Grof, die die Achse der Phoenixe auch in dieser Spielzeit stellen. Hererra ist nach wie vor einer der besten Big Man der gesamten Liga. Mit 14,4 Punkten erzielt er die meisten Punkte aller Center in der ProA, sichert sich darüber hinaus 8,7 Rebounds und 1,9 Blocks pro Partie – Überragende Zahlen. Mit Dominik Spohr steht Herrera ein herausragender Spieler auf der Power Forward Position zur Seite. Spohr erzielt ebenfalls über 14 Punkte im Schnitt, hinzu kommen 3,6 Rebounds und 2,5 Assists. Der erfahrene Deutsche trifft mehr als 43 % seiner Distanzwürfe, ist aber auch in der Zone durchaus gefährlich und somit offensiv flexibel einsetzbar. Stark eingesetzt werden beide von Spielmacher Jonas Grof. Der Point Guard verteilt 5,2 Assists und holt 5,6 Rebounds. Dazu erzielt er 11,2 Punkte. Ergänzt wird diese Achse von Kristopher Fullwood-Davis auf der Shooting Guard Position. Der Amerikaner legt 14,1 Punkte, 3,4 Assists und 2,6 Rebounds im Schnitt.  Was auffällt: Die Offensivstärke der Hagener, die die viertmeisten Punkte in der ProA erzielen. Darüber hinaus sind sie eines der reboundstärksten Teams der Liga und stellen so für die RÖMERSTROM Gladiators eine große Herausforderung dar. Für Triers Head Coach Christian Held steht jedenfalls fest: „Hagen ist ein starkes Team, die zurecht in den Playoff-Rängen stehen. Für uns wird es darum gehen müssen, offensiv unseren Rhythmus zu finden und defensiv die vielen Waffen, die Hagen hat einzudämmen. Das wird sicher nicht einfach. Es gibt keine leichten Spiele in dieser Liga, doch wir haben in den letzten beiden Spielen gezeigt, dass wir dazu in der Lage sind.“ 

Die Gladiatoren wollen vor allem aus dem Heimsieg gegen die Kirchheim Knights Selbstvertrauen schöpfen, denn über drei Viertel war die Vorstellung wirklich überzeugend. Und auch im letzten Viertel blieb Jermaine Bucknor an der Freiwurflinie cool und verwandelte die siegbringenden Würfe sicher. Für beide Mannschaften wäre ein Sieg ein großer und wichtiger Schritt in Richtung Playoffs. Die Voraussetzungen sind also denkbar gut für eine spannende und hochklassige BARMER 2. Basketball Bundesliga-Partie. Zumal sich wohl viele Fans von der Mosel auf den Weg ins Ruhrgebiet machen werden um ihr Team vor Ort zu unterstützen. Wer es jedoch nicht nach Hagen schafft, kann das Spiel im Livestream auf airtango.live verfolgen. Sprungball der Partie ist um 17:30 Uhr.