RÖMERSTROM Gladiators gewinnen nach guter Leistung gegen Kirchheim

Endlich wieder ein Heimsieg. Die RÖMERSTROM Gladiators Trier haben am Samstagabend vor 1752 Zuschauern in der Arena Trier die Kirchheim Knights nach einem guten Spiel mit 84:77 besiegt. Top Scorer war Johannes Joos mit starken 27 Punkten.

Der Kapitän war da. Trotz der Operation an der gebrochenen Hand hatte es Simon Schmitz doch noch in die Arena Trier geschafft, um seiner Mannschaft beim Spiel gegen die Kirchheim Knights beizustehen. Und ob es nun seine Anwesenheit oder doch die gute Einstellung der RÖMERSTROM Gladiators auf den Gegner war, die die Mannschaft von Christian Held beflügelte, wird vermutlich nicht nachzuvollziehen sein. Am Ende wirkte es, denn die Gladiatoren machten über weite Strecken ein starkes Spiel und gewannen die Partie verdient, wenn auch knapper als nötig. 

Doch von vorne: Trier kompensierte den Ausfall von Schmitz mit einer guardlastigen Starting Five. Der genesene Kyle Dranginis stand ebenso in der ersten Fünf, wie Kevin Smit und Kelvin Lewis. Dazu liefen Jermaine Bucknor und Johannes Joos auf. Und letzterer zeigte gleich, dass er gegen seine ehemaligen Teamkollegen gut aufgelegt war. Ob von der Dreierlinie, aus der Mitteldistanz oder dem Post, Joos zeigte schon zu Beginn sein ganzes Können und legte im ersten Spielabschnitt 13 Punkte auf. Das klappte aber auch, weil das Team in gut einsetzte. Die RÖMERSTROM Gladiators spielten schnellen Teambasketball, ließen den Ball gut laufen. Vor allem Kyle Dranginis zeigte ein ums andere Mal eine starke Übersicht und sammelte so schon früh fünf Assists. Die Kirchheimer Gäste wirkten von der Trierer Offensivpower überrascht und konnten defensiv nicht viel dagegen zu setzen. Stattdessen suchten sie ihr Heil im Angriff, trafen jedoch in den ersten 10 Minuten nur zwei ihrer acht Versuche aus der Distanz. Coach Mauricio Parra war daher sehr unzufrieden mit seinem Team im ersten Viertel. 

Die Gastgeber nutzten auch im zweiten Spielabschnitt weiter ihre Freiräume. Während Johannes Joos im ersten Viertel dominierte, zogen nun Till Gloger und Kelvin Lewis nach. Lewis erzielte in dieser Abschnitt Phase drei ganz wichtige Dreier und machte so neun seiner schlussendlich 13 Punkte vor der Halbzeit. Noch viel wichtiger aber: Die Moselstädter hielten sich konstant im Spiel. Das Niveau blieb hoch, das Spiel der Gladiatoren nach vorne schnell. Egal ob Dranginis oder Rupert Hennen den Ballvortrag machte, die Trierer waren jederzeit dominant und schafften es so die Kirchheimer Offensivbemühungen zu egalisieren. Ausdruck dieses guten Teamplays waren auch starke 17 Assists, die ein großer Faktor für die 50:39-Halbzeitführungen der Gastgeber waren.

Nach der Pause ein ähnliches Bild. Trier machte das Spiel, schaffte es sogar dank eines 10:0-Laufs 21 Punkte wegzuziehen, Kirchheim blieb aber durch Distanztreffer ihrer Guards Dajuan Graf (am Ende 13 Punkte) und Rohndell Goodwin (22 Punkte) immer gefährlich. Doch auch in der Defense lief es jetzt für die Moselstädter gut. Die RÖMERSTROM Gladiators holten bis zum letzten Viertel zehn Steals, alleine vier davon fielen auf Jermaine Bucknor, und waren auch ansonsten bissig und aufmerksam. Weil sie im Angriff weiterhin konstant trafen, ging es mit einer komfortablen 72:53-Führung in den Schlussabschnitt.

Und da wurde es nochmal spannend. Kirchheim versuchte es jetzt mit dem Mut der Verzweiflung aus allen Lagen und traf. Ein 9:0-Run brachte das Team von Mauricio Parra auf sieben Punkte ran. Trier schaffte es nicht mehr sich offensiv Freiheiten zu verschaffen. Die Mannschaft von Head Coach Christian Held wirkte nun nervös und machte mehr einfache Fehler als in den drei Spielabschnitten zuvor. Bei den Knights übernahm nun Rohndell Goodwin die Verantwortung. Mit zwei wilden Dreiern und einem starken Steal, an dessen Ende Andreas Kronhardt nach Pass des Amerikaners erfolgreich abschloss, schaffte der Shooting Guard erneut einen 8:0-Lauf und brachte die Gäste sogar auf vier Punkte ran (81:77). Begann jetzt also nochmal das große Zittern? Nein. Denn Routinier Jermaine Bucknor, der von den Knights an die Linie geschickt wurde, traf drei von vier Freiwürfen und machte so den Deckel drauf. Ein verdienter Sieg für die RÖMERSTROM Gladiators, die nun am Sonntag schon zum nächsten Spiel nach Hagen aufbrechen müssen.

Dort wartet dann das Traditionsduell im deutschen Basketball Phoenix Hagen gegen Trier. Die Feuervögel, die ihr Spiel am Freitagabend ebenfalls gewinnen konnten, liegen derzeit auf dem sechsten Tabellenrang der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Ein wichtiges Duell also im direkten Kampf um die Playoff-Plätze.  

Das nächste Heimspiel steht dann bereits in der kommenden Woche, am 09. März 2019 an. Dann sind die Rostock Seawolves zu Gast in der Arena Trier. Tickets für das Spiel gibt es an allen Ticket Regional-Vorverkaufsstellen, online unter www.römerstrom-gladiators.de/tickets und in der Geschäftsstelle der RÖMERSTROM Gladiators.

Stimme

Christian Held: „Wir haben das über drei Viertel sehr gut gemacht. Wir haben schnell und mit der nötigen Energie gespielt und so Kirchheim nicht ins Spiel kommen lassen. Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden. Einzig im letzten Viertel haben wir etwas nachgelassen. Da müssen wir noch konstanter werden. Mich hat jedoch insgesamt gefreut, dass wir eine sehr geschlossene Teamleistung gezeigt haben.“ 

Stats

Kelvin Lewis (13), Kyle Dranginis (9), Kevin Smit (8), Jermaine Bucknor (8), Rupert Hennen (2), Thomas Grün, Stefan Ilzhöfer (3), Till Gloger (14), Johannes Joos (27).