Überzeugender Auswärtssieg: RÖMERSTROM Gladiators Trier gewinnen bei VfL Kirchheim Knights mit 76:92

Trierer feiern in fremder Halle ersten Saisonsieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Aus einem starken Team ragen Jermaine Bucknor (26 Punkte,  13 Rebounds) und Jordan Geist (23) heraus. Nächstes Trierer Spiel am 6. Oktober zuhause gegen NINERS Chemnitz. 

Die RÖMERSTROM Gladiators Trier starteten mit Jordan Geist, Simon Schmitz, Kyle Dranginis, Jermaine Bucknor und Till Gloger in die Partie der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Und der Auftakt gelang, 3:8 führte Trier nach rund drei Minuten in der Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim. Kyle Dranginis startete stark und markierte den ersten Trierer Treffer, musste jedoch bereits nach vier Minuten mit zwei persönlichen Fouls auf die Bank. Den Gastgebern gelang der Anschluss (7:8), doch Jordan Geist konterte per Dreier (7:11). Beide Trainer wechselten früh und häufig, denn es entwickelte sich eine intensive und temporeiche Partie. Auch Kapitän Simon Schmitz traf jetzt für die Gladiatoren aus der Distanz – sehr zur Freude einer ganzen Busladung mitgereister Fans von der Mosel (9:14). Kevin Smit legte mit einem weiteren Dreier nach (9:17, 8. Minute). Abschütteln ließen sich die Knights allerdings nicht dauerhaft, sondern erarbeiteten sich zahlreiche Wurfversuche von der Freiwurflinie (15:17). Eine Minute vor Viertelende musste auch Triers Center Till Gloger bereits sein zweites persönliches Foul hinnehmen. Nahezu mit Viertelende traf Kevin Smit aus der Mitteldistanz zur knappen Trierer Führung: 17:19. Auch der wiedergenesene Stefan Ilzhöfer hatte zu diesem Zeitpunkt bereits erste Akzente in seinem Saison-Debüt gesetzt. Kilian Dietz hingegen musste weiterhin pausieren (Schulterverletzung).

Das zweite Viertel begann mit einem Dreier von Lucien Schmikale (17:22), doch nicht nur die Quote aus der Distanz, auch der Einsatz an den Brettern passte zu diesem Zeitpunkt auf Seiten der Gladiatoren. Etwa bei Jordan Geist, der erst einen Offensiv-Rebound eroberte, um dann zweifach von der Freiwurflinie zum 19:24 zu treffen. Zwar traf auch Kirchheim immer wieder, aber Geist konnte per „And One“ nachlegen (21:27). Während die Knights insbesondere unter dem Brett sowie über die Athletik von Brian Butler im Eins-gegen-eins zu Punkten kamen, fielen die Distanzwürfe für Trier weiterhin: So etwa für Schmikale zum 23:30. Jetzt erwachte auch Jermaine Bucknor, traf in zwei Angriffen in Folge und holte die erste zweistellige Trierer-Führung (23:34, 16. Minute) heraus. Nach einem weiteren Treffer von Bucknor – diesmal aus der Distanz – stand es 23:37 und Knights-Headcoach Mauricio Parra musste zur Auszeit bitten. Im Anschluss traf Nico Brauner nach zuvor mehreren erfolglosen Angriffen erstmals nochmal für die Schwaben (25:37). Trier verteidigte hinten druckvoll und spielte vorne als Team. Nach dem Geist-Dreier zum 30:45 nahm Parra erneut das Timeout für die Gastgeber. Und „Buck“? Der hatte längst richtig Bock – und traf per Dreier zum 32:48. Trotz einiger zumindest diskutabler Pfiffe und vermeidbarer Fehler gingen die RÖMERSTROM Gladiators Trier mit einer 36:48-Führung in die Halbzeitpause.

Halbzeit zwei begann mit Dreier Nummer drei von Jermaine Bucknor (36:51) und kurz darauf setzte Jordan Geist einen weiteren Distanzwurf hinterher (36:54). Einen Kirchheimer Ballverlust und Fastbreak-Punkte von Kyle Dranginis später waren nur noch Trierer Fans in der Halle zu hören: 36:57 – 21 Punkte-Führung Trier und erneut Auszeit VfL Kirchheim Knights. In der Folge versuchten die Hausherren vieles, um näher an die Gladiatoren heranzukommen, variierten vielfach ihre Verteidigung und konnten zumindest einen kleinen Lauf starten. Bei 45:63 bei noch 3:30 Minuten im dritten Viertel beraumte auch Triers Headcoach Christian Held eine Auszeit an, um seine Mannschaft besser auf die Pressverteidigung der Knights einzustellen. Held brachte nacheinander Jermaine Bucknor und Jordan Geist zurück. Trier verwaltete die Führung, verlor jedoch Center Till Gloger mit seinem fünften – einem technischen – Foul bereits Ende des dritten Abschnitts. Und dann kam es noch dicker: Mit einem disqualifizierenden Foul musste sich auch Jordan Geist Ende des dritten Viertels verabschieden. Der US-Amerikaner hatte sich von seinem Gegenspieler Tim Koch zu einer als Tätlichkeit geahndeten Aktion hinreißen lassen. Nach den fälligen Freiwürfen dann nur noch 51:66 für Trier, die Fans der Knights waren plötzlich wieder da. Bis auf 54:66 kam Kirchheim jetzt heran, ehe Jermaine Bucknor mit zwei Freiwürfen auf 54:68 zum Viertelende erhöhen konnte.

Im vierten Viertel erhöhten die Kirchheimer den defensiven Druck nochmals und wollten die Gladiatoren zu Fehlern zwingen. Bei Kirchheim übernahm jetzt der US-Amerikaner Jalan McCloud mehr und mehr Verantwortung (62:74), für Trier hielt insbesondere Jermaine Bucknor mit Rebounds wie Punkten dagegen (62:76). Noch 6:37 Minuten in der Stadthalle. Auch ohne Gloger und Geist stimmte die Gladiatoren-Moral zu jeder Zeit, allerdings hatten die Trier zunehmend mit Foulproblemen zu kämpfen. Tim Koch brachte Kirchheim durch drei erfolgreiche Freiwürfe nochmals auf 65:76 heran. Minutenlang pendelte der Abstand zwischen beiden Mannschaften um die 10-Punkte-Marke. Kyle Dranginis bekam nach einem Foul beim Distanzwurf drei Freiwürfe zugesprochen – und verwandelte zwei davon zum 68:80. Dann Fastbreak und Dunking Thomas Grün (68:82), noch 3:30 Minuten zu spielen. Jetzt punktete nur noch eine Mannschaft: Trier (68:87, 37. Minute). Kyle Dranginis besorgte per Dreier aus der Ecke dann den „Dagger“ – 71:90 für die Gladiators bei noch 1:30 Minuten. Die Entscheidung zugunsten der RÖMERSTROM Gladiators Trier: Auswärtssieg in Kirchheim. Der Endstand? 76:92.

Christian Held, Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier: “Ich bin unglaublich stolz auf die Jungs, dass wir andere Lösungen gefunden haben, als wir dezimiert waren. Viele Spieler haben heute Verantwortung übernommen. Obwohl wir uns da selbst mit den Fouls in eine schwierige Situation gebracht haben, gab es heute viel Positives.“

Für Trier spielten: Kyle Dranginis (14 Punkte), Kevin Smit (8), Jermaine Bucknor (26, 13 Rebounds), Rupert Hennen (4), Lucien Schmikale (7), Simon Schmitz (3, 8 Assists), Thomas Grün (2), Stefan Ilzöfer (2), Jordan Geist (23) und Till Gloger (3).

Beste Werfer Kirchheim: Durham (14 Punkte), McCloud (13), Koch (11)