Zwei Spiele zum langen Wochenende: Gladiators empfangen 04 Basketball und müssen wenige Tage später nach Heidelberg

Zwei Spiele in vier Tagen für die Trierer Profis. Zuerst das Heimspiel an Halloween gegen Schalke, gefolgt von der Auswärtspartie in Heidelberg am Sonntag. Gladiators mit Rückenwind nach 69:76-Auswärtssieg in Ehingen.

Mit einem 69:76-Sieg im Gepäck kehrte die Mannschaft in der Nacht von Samstag auf Sonntag aus Schwaben zurück. Doch nach der Partie beim TEAM EHINGEN URSPRING am vergangenen Samstag bleibt dem Team der RÖMERSTROM Gladiators Trier nur wenig Zeit für Analyse und Regeneration: Denn ab Donnerstag warten zwei Spiele in vier Tagen auf die Mannschaft von Headcoach Christian Held.

Zunächst das Heimspiel am 31.10.2019 gegen Schalke 04 Basketball. An „Halloween“, älteren Semestern wohl eher noch immer als „Reformationstag“ bekannt, empfangen die Gladiatoren also die „Knappen“ aus dem Ruhrgebiet. Die Schalker bringen nicht nur eine Bilanz von bisher zwei Siegen aus sechs Spielen, sondern auch einen alten Bekannten mit an die Mosel: Denn das Aufeinandertreffen mit Schalke 04 Basketball ist zugleich die Rückkehr eines Spielers, der in den vergangenen Jahren eines der Gesichter der RÖMERSTROM Gladiators Trier war: Johannes Joos, genannt Jay-Jay. Angefangen mit der Saison 2016/2017 spielte Big Man Joos drei Jahre für die Gladiatoren und verbesserte sich dabei stetig: 13,6 Punkte und 4,4 Rebounds erzielte Jay-Jay in der vergangenen Saison für Trier und war damit maßgeblich mit am Erreichen der Playoffs beteiligt. Jetzt spielt Joos für Headcoach Raphael Wilder auf Schalke und ist nur einer von vielen talentierten Big Men im Kader. „Sie sind auf den großen Positionen sehr, sehr stark aufgestellt. Tiefer als noch im vergangenen Jahr“, sagt entsprechend auch Trier Coach Christian Held. Denn da sind auch Björn Rohwer (2,12 Meter) und Adam Touray (2,06 Meter), mit denen der Ex-Trierer unter den Körben ein starkes Trio bildet. Dennoch konnte Schalke 04 Basketball bei Redaktionsschluss erst zwei Saisonspiele gewinnen (75:80 in Kirchheim und 70:74 in Rostock) und gehört nicht zu den klaren Playoff-Kandidaten in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Doch die Auswärtssiege in Kirchheim und bei den hoch einzuschätzenden Rostockern haben gezeigt, dass die Mannschaft von Headcoach Wilder insbesondere auf gegnerischem Parkett eine sehr harte Nuss sein kann. Bisherige Topscorer im Team sind neben Johannes Joos (9,5 Pkt, 5,2 Reb, 50,0% FG) die US-Amerikaner Courtney Belger (12,5 Pkt, 5,3 Ast) und Lavon Hightower (12,0 Pkt, 4,3 Reb). Die Neuzugänge Darnell Dunn (2,5 Pkt, 1,8 Reb) auf Power Forward und Jordan Spencer als Spielmacher (7,5 Pkt, 3,7 Ast) scheinen dagegen noch etwas Zeit zu brauchen, bis sie sich an die ProA und ihr neues Team gewöhnt haben. Das Spiel in Trier ist für die “Knappen” aus Schalke Teil eines sehr anspruchsvollen Auftaktprogramms, mit Partien gegen Nürnberg, Tübingen, Chemnitz, Rostock und Jena gleich zu Saisonbeginn. „Sie haben bereits alle Teams aus der oberen Tabellenhälfte gespielt. Von den vielen harten Spielen werden sie profitieren. Denn das zwingt einen, besseren Basketball zu spielen“, weiß Christian Held und fährt fort: „Hightower scheint eine extreme Verstärkung zu sein, eine starke Waffe von außen. Mit Belger konnten die Schalker außerdem ihren Motor und Führungsspieler halten. Wir erwarten einen harten Kampf. Wir müssen uns weiter verbessern und können dann hoffentlich die nächsten zwei Punkte zuhause einfahren.“

Ein noch etwas dickerer Brocken als Schalke 04 erwartet die Trierer Gladiatoren dann bereits am Sonntag. Dann geht es an den Neckar, zu den MPL Academics Heidelberg. Der letztjährige Playoff-Teilnehmer mit Headcoach Branislav Ignjatovic hat sich sinnvoll verstärkt und einen guten Start hingelegt: sechs der ersten sieben Saisonspiele in der BARMER 2. Basketball Bundesliga gewannen die Heidelberger, nur gegen den bisher noch ungeschlagenen Tabellenführer aus Bremerhaven gab es eine knappe Niederlage für die Academics. Sie zählen nicht nur deshalb zu den Top-Titelkandidaten von Gladiators-Headcoach Christian Held: „Ein absoluter Aufstiegskandidat, sie sind nochmals breiter besetzt als letztes Jahr. Jede Position ist zweifach besetzt, sie haben keinen Qualitätsabfall, wenn sie wechseln.“ Es klingt viel Respekt aus den Worten des Trierer Trainers: „Heidelberg hat mit Würzner, Ely und Nixon extrem starke Guards. Mit Trtovac und Heyden aber auch sehr gute und große Center. Mit Stephon Jelks und Marc Liyanage auch zwei sehr starke Werfer. Auf jeder Position sind sie im Minimum zweifach besetzt. Dazu kommt unglaubliche Erfahrung: Heyden, Nixon, Ely, das sind Veteranen. Sie hatten viele enge Spiele und haben diese fast alle gewonnen. Nur gegen Bremerhaven, das aktuell heißeste Team der Liga, gab es eine ganz knappe Niederlage. Heidelberg ist eine Mannschaft, die sehr, sehr schwer zu schlagen sein wird. Sie spielen definitiv um den Aufstieg mit.“

Verantwortlich für den neuerlichen Heidelberger Höhenflug zeichnet insbesondere Shyron Ely, der die Liga mit beeindruckenden Werten (21,6 Pkt, 4,1 Reb, 3,3 Ast, 43,4% 3FG) als Topscorer anführt. Doch Heidelberg bloß auf den inzwischen 32-jährigen Shooting Guard Ely zu reduzieren, das wäre mehr als fahrlässig. Denn da sind auch noch Stützen wie der aus Frankfurt gekommene Center Armin Trtovac (10,0 Pkt, 4,7 Reb), Combo-Guard Frederick Zamal Nixon (10,1 Pkt, 3,1 Reb, 3,1 Ast) oder Center Philipp Heyden (10,0 Pkt, 4,3 Reb), auf die Headcoach Ignjatovic zurückgreifen kann. Wenn die RÖMERSTROM Gladiators in der Halle am Heidelberger Olympiastützpunkt eine Siegchance haben wollen, „dann müssen wir 100% unserer Leistungsfähigkeit abrufen“, weiß auch Headcoach Christian Held. Zunächst gilt seine volle Konzentration am Doppelspieltag allerdings der Heim-Aufgabe gegen Schalke am Donnerstag, für die sich die Trierer viel Unterstützung des Publikums erhoffen.

Das Heimspiel gegen Schalke 04 Basketball, präsentiert von der Sparkasse Trier, beginnt um 19:30 Uhr, Einlass ist ab 18:00 Uhr. Tickets für das Heimspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga sind in unserer Geschäftsstelle in der Arena Trier, auf unserer Homepage www.roemerstrom-gladiators.de, auf www.ticket-regional.de sowie in allen bekannten Vorverkaufsstellen von Tickets Regional erhältlich. Übertragen wird die Partie außerdem auch im Livestream von Airtango, unter www.airtango.live. Übertragen wird auch das Spiel zwischen den MLP Academics Heidelberg und den RÖMERSTROM Gladiators Trier am Sonntag. Diese Partie beginn um 17 Uhr in der Halle am Heidelberger Olympiastützpunkt.