RÖMERSTROM Gladiators Trier verlieren mit 84:73 bei den MLP Academics Heidelberg

Trierer bei Auswärtsniederlage ohne die verletzten Thomas Grün und Jermaine Bucknor. Beste Werfer für Trier: Till Gloger (25 Punkte) und Jordan Geist (16). Nächstes Spiel am 9. November zuhause gegen die ROSTOCK SEAWOLVES.

Simon Schmitz, Jordan Geist, Kyle Dranginis, Stefan Ilzhöfer und Till Gloger – so lautete verletzungsbedingt die Starting Five der RÖMERSTROM Gladiators Trier gegen die MLP Academics Heidelberg. Verletzungsbedingt deshalb, weil den Trierern Jermaine Bucknor und Thomas Grün fehlten. Bei Routinier Jermaine Bucknor verhinderte ein Pferdekuss den Einsatz, Thomas Grün plagten Probleme im Oberschenkel. Vor heimischer Kulisse legten die favorisierten Heidelberger gleich richtig los, versenkten einen Dreier nach dem anderen und starteten mit großem Selbstbewusstsein in die Partie. Nicht ohne Grund hatten die Academics trotz eines schweren Auftaktprogramms erst ein Spiel (gegen Tabellenführer Bremerhaven) verloren. 24:9 stand es nach sieben gespielten Minuten für die Heidelberger Hausherren, gegen welche die Gladiatoren zunächst kein Mittel fanden. Nicht nur aus der Distanz überzeugte Heidelberg, auch Center Armin Trtovac setzte sich unter den Körben ein ums andere Mal durch. Acht Punkte hatte Trtovac nach dem ersten Viertel bereits auf dem Konto, Heidelberg führte sehr deutlich, mit 28:12. Auf Seiten der Gladiators standen zu viele Fehlwürfe und Ballverluste zu Buche, die Academics überzeugten mit guter Ballbewegung, freien Würfen und hoher Trefferquote.

Würde Trier im zweiten Viertel besser dagegenhalten können? Die Antwort lautete zunächst leider nein. Heidelberg spielte früh eine 20-Punkte-Führung heraus: 32:12 stand es nach gerade einmal 12 Spielminuten. Die MLP Academics beeindruckten weiterhin mit starker Trefferquote aus allen Distanzen und enormer physischer Präsenz. Doch dann kamen die Gladiators, in dieser Phase vielfach angeführt vom jungen Aufbauspieler Rupert Hennen: Die Intensität in der Verteidigung passte jetzt und Hennen riss immer wieder Lücken für seine Mitspieler. Der Ball lief jetzt besser durch die Trierer Reihen, nicht nur Hennen, auch Kevin Smit und Jordan Geist sorgten für hohes Tempo in der Offensive. Entsprechend gelang es den Gladiatoren, den Heidelberger Vorsprung zum Ende des zweiten Viertels etwas zu drücken. Mit 13:23 gingen diese zehn Minuten an die Gäste von der Mosel, deren Fans jetzt deutlich lauter zu hören waren. Nur noch 41:35 die Führung der MLP Academics zur Halbzeit.

Nach der Halbzeit ging sie weiter, die Trierer Aufholjagd. Die Zahl der Heidelberger Ballverluste stieg und die Trefferquote der MLP Academics sank – denn die Trierer Mannschaft von Christian Held setzte jetzt häufig auf druckvolles und erfolgreiches Doppeln des ballführenden Gegenspielers. In der Offensive war es wie schon in den vergangenen Spielen insbesondere Center Till Gloger, der einen großen Teil der Last schulterte. Er bewegte sich klug, war stets anspielbereit und vollstreckte sicher. 25 Punkten standen am Ende für Gloger in der Statistik. Er verwarf zudem keinen seiner 13 Freiwürfe. Auch Kyle Dranginis fiel im dritten Viertel vermehrt positiv auf, fasste sich immer wieder ein Herz, erzielte wichtige Punkte und hielt Trier im Spiel. Dennoch gelang es den Gladiatoren nicht, den Rückstand aus den ersten beiden Vierteln gegen die starke Heidelberger Verteidigung weiter zu verringern. 63:54 hieß es nach 30 Minuten Spielzeit.

Im Schlussviertel sah es dann so aus, als könnten die Trierer das Ruder endlich herumreißen: Gloger unter dem Brett und Geist mit seiner Schnelligkeit stellten die Defense der MLP Academics ein ums andere Mal vor unlösbare Aufgaben und brachten ihre Mannschaft tatsächlich in Schlagdistanz: 71:73 hieß es 2:57 Minuten vor Spielende und alles deutete auf eine umkämpfte Crunchtime hin. Doch Trier gab jetzt zwei leichte Körbe in Folge ab, zunächst einen Sprungwurf von Philipp Heyden und dann nur 30 Sekunden später den Dreier von Frederick Zamal Nixon – 71:78, die Vorentscheidung. Trotz kämpferischer Einstellung bis zur Schlusssirene gelang es den Gladiatoren nicht mehr, die Partie noch zu drehen. Heidelberg siegte mit 84:73. Weiter geht es für Trier am kommenden Samstag, 9. November 2019, in eigener Halle. Ab 19:30 gastieren dann die ROSTOCK SEAWOLVES in der Arena Trier.

Stimme zum Spiel

Christian Held, Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier: “Glückwunsch an Heidelberg. Ich glaube das war ein verdienter Sieg. Sie haben uns offensiv zu keinem Zeitpunkt in unseren Rhythmus kommen lassen. Und das war nicht, weil wir es nicht versucht haben. Sondern weil sie uns alles weggenommen haben, was uns stark macht. Eine Riesen-Defense-Leistung. Wir haben nur drei von 17 Dreiern getroffen, in der Hauptsache weil Heidelberg das sehr gut verteidigt hat. In der Offense haben sie uns immer weh getan, wenn sie das gebraucht haben. Wir haben es nicht geschafft, hier unsere Stops zu schaffen.“

Für Trier spielten: Kyle Dranginis (14 Punkte), Kevin Smit (0), Rupert Hennen (5), Lucien Schmikale (6), Kilian Dietz (0), Simon Schmitz (0), Stefan Ilzöfer (7), Jordan Geist (16), Till Gloger (25) und Vincent Hennen (0).

Beste Werfer MLP Academics Heidelberg: Frederick Zamal Nixon (20 Punkte), Shyron Ely (17) und Armin Trtovac (14)