RÖMERSTROM Gladiators Trier verlieren mit 68:73 gegen ROSTOCK SEAWOLVES

Knappe Niederlage gegen nervenstarke Rostocker. Beste Werfer für Trier: Till Gloger (17 Punkte) und Simon Schmitz (12). Nächstes Spiel für die Gladiators am kommenden Samstag in Nürnberg.

Rupert Hennen, Jordan Geist, Kyle Dranginis, Jermaine Bucknor und Till Gloger – so lautete die Starting Five, mit der Headcoach Christian Held seine RÖMERSTROM Gladiators ins Kräftemessen mit den ROSTOCK SEAWOLVES in der BARMER 2. Basketball Bundesliga schickte. 3:2 hieß es nach den ersten beiden Angriffen der Partie, leichten Punkten unter dem Brett für Rostocks Kalidou Diouf und einem Dreier von Jermaine Bucknor auf Trierer Seite. Rostock startete gut und fand Diouf gleich mehrfach unter dem Brett (5:9). Trier tat sich schwer, im Halbfeld ins Rollen zu kommen. Lediglich Till Gloger präsentierte sich – wie gewohnt – als Aktivposten und hatte früh 6 Punkte auf dem Konto, allerdings auch zwei persönliche Fouls nach etwas mehr als fünf Spielminuten. In der Folge entwickelte sich ein spannendes erstes Viertel, unterbrochen von recht zahlreichen Foulpfiffen der Unparteiischen. 14:16 der Spielstand nach rund sechs Minuten, vor 1.913 Zuschauern in der Arena Trier. Mit seinem zweiten Dreier der Partie holte Kapitän Simon Schmitz die Führung für Trier zurück (17:16), doch Rostocks Rückkehrer Tony Hicks hatte gleich die Antwort parat (17:19). Kurz darauf war es dann wieder Simon Schmitz, der schon seinen dritten erfolgreichen Distanzwurf verbuchen konnte (20:19). Der lauteste Jubel in den ersten 10 Minuten gehörte aber Kyle Dranginis: Mit einem ganz weiten Dreier stellte der Trierer Guard nahezu mit der Sirene den 25:23-Viertel-Endstand her. 

Im zweiten Viertel ging es attraktiv weiter: Erst der Dreier von Rupert Hennen (28:23) und dann insbesondere die harte und erfolgreiche Arbeit von Geburtstagskind Kilian Dietz (29. Geburtstag) beim Rebound. Doch Rostock kam immer wieder heran, etwa durch Hujic per Floater zum 29:27. Die Gladiatoren erkämpften sich viele zweite Champfen, auch weil viele eigene Drei-Punkt-Würfe nicht ihren Weg in den Korb fanden. Jordan Geist erzielte in der Folge seine ersten Punkte, mit einem sehenswerten Korbleger an der Grundlinie zum 31:27. Aber die ROSTOCK SEAWOLVES ließen sich nicht abschütteln (32:32, 16. Minute). Und so blieb es. Die zwei erfolgreichen Freiwürfe von Lucien Schmikale zum 34:32 konterte Donte Nicholas mit einem eiskalten Dreier mit Ablauf der Uhr (34:35). Dann Tip-In Lucien Schmikale (36:35) und prompt wieder Nicholas mit der Antwort (36:37). Angetrieben von den Fans wollten die Gladiators unbedingt mit einer Führung in die Halbzeit gehen. Und das gelang, insbesondere dank Punkten von Lucien Schmikale (8 Zähler zur Halbzeit) führte Trier hauchdünn mit 40:37 nach zwanzig gespielten Minuten.

Wie würde dieser Krimi nach der Halbzeit weitergehen? Till Gloger eröffnete mit zwei Freiwurf-Treffern für Trier (42:37). Und auch die Dreier-Show von Simon Schmitz ging weiter: 4/4 zum 45:39 für die Gladiatoren. Eine frühe kleine Führung in Halbzeit zwei. Doch diese hatte nicht lange Bestand. Zwei leichte Angriffe der Rostocker – nur noch 45:43. So gut Trier in dieser Phase verteidigte, so fahrlässig ging die Mannschaft von Christian Held jetzt teilweise mit dem Ball um. Rostock drehte jetzt auf, zuerst Martin Bogdanov und dann Mauricio Marin trafen zwei schwierige Distanzwürfe in rascher Folge. Beim Spielstand von 47:51 rief Christian Held seine Gladiatoren zur Auszeit. Noch 4:26 Minuten im dritten Viertel. Routinier Jermaine Bucknor hatte die Botschaft gehört und verkürzte per Floater zum 49:51. Lange stand es dann nach dem Korb von Till Gloger 51:51, das Spiel blieb ganz, ganz eng. Das änderte Stefan Ilzhöfer mit zwei Freiwurftreffern nur marginal und mit einem Spielstand von 53:52 ging es in die letzte Viertelpause.

Im Schlussviertel dann der erste Run für Trier: Erst Till Gloger an der Freiwurflinie, dann Rupert Hennen per Korbleger zum 57:52. Rostock ließ sich aber weiterhin nicht abschütteln. 59:55, noch sieben Minuten. Dann Licht und Schatten bei Jordan Geist: Erst erkämpfte er das 61:55 durch den Treffer trotz enger Verteidigung von Martin Bogdanov, um dann – im Zurücklaufen – das Unsportliche Foul für eine Auseinandersetzung mit Bogdanov zu kassieren. Auszeit Trier und dann zwei Freiwürfe plus Ballbesitz für die Gäste aus Rostock. Daraus konnten die Seawolves jedoch nur einen Punkt generieren und nach einem Tip In von Bucknor zum 63:56 wurde Arena erstmals wieder richtig laut. Mitch Jost kümmerte das wenig, sein Dreier zum 63:59 rauschte durch die Maschen und sorgte wieder für etwas Ruhe. Das Spiel am Samstagabend blieb weiterhin ein echter Krimi. Für Trier war es jetzt einmal mehr Till Gloger, der zuverlässig für Punkte sorgte. Bei Rostock traf der hoch gehandelte Malik Pope einen wichtigen Dreier, der seine Farben weiter im Spiel hielt. 67:64 nach Punkten von Gloger. Noch 3:06 Minuten, Auszeit Milan Skobalj, ROSTOCK SEAWOLVES. Beide Teams hatten nun die Mannschaftsfoul-Grenze überschritten, so dass die Partie auch an der Freiwurflinie hin und her ging. Kalidou Diouf konnte zum 68:67 für Rostock anschließen, in der folgenden Sequenz verabschiedete sich Kyle Dranginis per Offensivfoul: es war das fünfte Foul gegen den Trierer Guard. Im nächsten Angriff dann Bogdanov auf Diouf, Korbleger 68:69 für Rostock. Noch 1:47 Minuten, Auszeit Trier. Den Gladiators gelang es nicht, jetzt zu treffen, Rostock legte über den schlaksigen Grant Sitton nach: 68:71, erneut Auszeit Trier. Noch 1:02 Minuten. Aber auch im folgenden Angriff fand der Dreierversuch von Jermaine Bucknor nicht das Ziel. Dann Offensivfoul Rostock durch den starken Martin Bogdanov und dadurch ein weiterer Angriff für die Gladiatoren. Aber auch der Dreierversuch von Jordan Geist verfehlte den Korb weit. Die Gäste aus Rostock spielten die Partie jetzt clever zu Ende und siegten 68:73.

Weiter geht es für die RÖMERSTROM Gladiators Trier mit einem Auswärtsspiel bei den Nürnberg Falcons BC. Am 16. November ist um 19:30 Uhr erster Sprungball in der Halle am Airport in Nürnberg. Außerdem gibt es die Partie auch in voller Länge im Livestream bei Airtango.live.

Stimmen zum Spiel

Christian Held, Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier: “Glückwunsch an Rostock zu einem verdienten Sieg. Wir haben über 37 Minuten ein gutes Spiel gemacht, es aber in den letzten zwei, drei Minuten des Spiels versäumt, gute Entscheidungen zu treffen. Wir haben den Korb nicht mehr attackiert, haben es nicht geschafft, die Linie der Schiedsrichter für uns zu nutzen. Rostock hat das Spiel am Ende komplett gedreht und wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Ich möchte keinem einzelnen Spieler einen Vorwurf machen, aber wir haben es am Ende als Mannschaft nicht mehr geschafft, unser Spiel zu spielen.“

Milan Skobalj, Headcoach ROSTOCK SEAWOLVES: “Gratulation zu einem guten Spiel an Trier. Unser Ziel war es, die Trierer Geschwindigkeit zu drosseln und Till Gloger bei möglichst wenigen Punkten zu halten. Das ist uns bedingt gelungen und auch die Trierer Guards haben wir ganz gut kontrolliert. Trier zuhause bei 68 Punkten zu halten ist gut, wenn man bedenkt, dass sie im Durchschnitt 83 Punkte pro Spiel erzielen. Wir haben ein enges Spiel gewonnen und ich bin zufrieden damit, wie es lief.“

Für Trier spielten: Kyle Dranginis (5 Punkte), Kevin Smit (3), Jermaine Bucknor (10), Rupert Hennen (5), Lucien Schmikale (8), Kilian Dietz (1), Simon Schmitz (12), Stefan Ilzhöfer (2), Jordan Geist (5), Till Gloger (17) und Vincent Hennen (o).

Beste Werfer ROSTOCK SEAWOLVES: Kalidou Diouf (17 Punkte), Donte Nicholas (13) und Grant Sitton (12)