RÖMERSTROM Gladiators Trier schlagen TEAM EHINGEN URSPRING mit 90:66

Fünf Trierer punkten vor 3.063 Zuschauern zweistellig. Beste Werfer für Trier: Jordan Geist (19 Punkte) und Stefan Ilzhöfer (15). Nächstes Spiel bereits am Dienstag, 14.01.20 in Chemnitz.

Geburtstagskind Jordan Geist, Kyle Dranginis, Till Gloger, Rupert Hennen und Stefan Ilzhöfer – so hieß die Starting Five von Headcoach Christian Held gegen das TEAM EHINGEN URSPRING. Die Trierer begannen das Spiel vor 3.063 Zuschauern mit konzentrierter und körperbetonter Defense, die die Gäste vor große Probleme stellte. Den Ehingern gelang es nur selten, in ihre offensiven Systeme zu finden, immer wieder zwangen die Trierer sie zu wilden Würfen und Pässen. Auf Seiten der RÖMERSTROM Gladiators sorgte vor allem Stefan Ilzhöfer mit zwei verwandelten Dreiern und insgesamt acht Punkten im ersten Viertel für die verdiente 25:18 Führung. 

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts kehrte auf Seiten der Gäste Dominique Hawkins in die Partie zurück, nachdem er im ersten Viertel mit einer Verletzung an der rechten Hand ausgewechselt werden musste. Doch der Trierer Lucien Schmikale war es, der das zweite Viertel mit einem erfolgreichen Dreier eröffnete. Zwar fand Ehingens Flügel Gregory Malinowski mit zwei Dreiern in Folge eine schnelle Antwort, jedoch war das Offensivspiel der Gäste insgesamt auch jetzt noch von wilden Phasen geprägt. Aber auch auf Seiten der Hausherren stellten sich im Verlauf des zweiten Viertels einige Flüchtigkeitsfehler ein. Vor allem defensiv fehlte den Trierern etwas der Fokus, sodass das Team bereits nach drei gespielten Minuten die Mannschaftsfoulgrenze erreichte. Trotzdem hielten die Trierer an ihrer körperbetonten Defensive fest und konnten, angeführt von Chase Adams (vier Steals in der ersten Halbzeit) immer wieder Ballgewinne verzeichnen. So ging es mit einer Sieben-Punkte-Führung (44:37) in die Halbzeitpause.

Nach der Halbzeit erhöhten die Gladiators nochmal den Druck auf die Gäste aus Ehingen. Stefan Ilzhöfer startete wie im ersten Viertel mit zwei erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen, insgesamt versenkte er alle seiner vier Versuche von „Downtown“. Auch die Trierer Defensive blieb aggressiv und zeigte nun endgültig Wirkung auf das Offensivspiel des TEAM EHINGEN URSPRING: über mehrere Minuten hatten die Gäste große Probleme den Ball in den eigenen Reihen laufen zu lassen, was die Trierer konsequent ausnutzten. Nach vier gespielten Minuten im dritten Viertel hatte Helds Mannschaft den Vorsprung bereits auf 14 Punkte ausgebaut. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten gleich vier Gladiatoren zweistellig gepunktet (Geist, Dranginis, Gloger, Ilzhöfer). Mit 73:54 ging es für beide Teams in die letzte Viertelpause.

Zum Start des letzten Spielabschnitts wechselte Ehingens Coach Domenik Reinboth noch einmal zu einer Zonenverteidigung, die nun besseren Zugriff auf die Trierer Big Men bekam. Dank mehrerer Offensivrebounds von Gladiators Center Kilian Dietz erhielten die Guards und Flügelspieler der Hausherren jedoch häufig zweite Wurfchancen. Vor allem Geburtstagskind Jordan Geist traf alle seiner drei Drei-Punkte-Würfe im Viertel und machte damit jegliche Hoffnung der Gäste auf ein Comeback zunichte. Die Trierer hatten über weite Strecken der Partie deutlich mehr Spielanteile, vor allem defensiv ließen die RÖMERSTROM Gladiators kaum etwas anbrennen. Auch die Wurfquoten des Trierer Teams waren sehr ansehnlich, lagen bei 57% aus dem Zwei-Punkt-Bereich und 40% aus der Distanz.

Stimmen zum Spiel

Christian Held, Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier:

„Wir haben uns mit viel Respekt vor dem TEAM EHINGEN URSPRING auf dieses Spiel vorbereitet. Wir wussten, dass Ehingen viel Tempo mitbringt und offensiv unglaublich guten Basketball spielen kann. Daher bin ich sehr zufrieden mit der Reaktion der Mannschaft auf das Spiel in Karlsruhe.“

Domenik Reinboth, Headcoach TEAM EHINGEN URSPRING:

„Zuerst einmal Glückwunsch an die Trierer zu diesem verdienten Sieg. Wir konnten in der ersten Halbzeit mitspielen, haben aber auch da schon zu viele unnötige Fehler gemacht, die den Trierern leichte Körbe in der Transition ermöglichten. 22 Turnover sind einfach zu viel gegen eine Mannschaft wie Trier, die über das gesamte Spiel guten Druck gemacht hat.“

Für Trier spielten: Chase Adams (8 Punkte), Kyle Dranginis (10), Jermaine Bucknor (2), Rupert Hennen (4), Lucien Schmikale (10), Kilian Dietz (4), Thomas Grün (8), Stefan Ilzhöfer (15), Jordan Geist (19), Till Gloger (10) und Vincent Hennen (0).

Beste Werfer TEAM EHINGEN URSPRING: Cullen Neal (13 Punkte), Gianni Otto und Erik Scheive (jeweils 11)

Vorbericht: Auswärtsspiel in Chemnitz am Dienstag, 14. Januar 2020

Bereits am Dienstag, den 14.01.2020 (19:30 Uhr) geht es für die RÖMERSTROM Gladiators in Chemnitz weiter. Dort wartet in der Messe Chemnitz mit den NINERS der aktuelle Spitzenreiter der BARMER 2. Basketball Bundesliga. 

Gerne erinnern sich die Fans in Trier an den 6. Oktober des vergangenen Jahres zurück, als es den Trierer Basketballern als bisher einzigem Team in der ProA gelang, die NINERS zu schlagen. In der Arena Trier sorgte eine hervorragende Teamleistung für den Sieg. Jordan Geist erzielte 24 Punkte für die Gladiatoren, die sich den ersten Heimsieg in der Saison 2019-2020 sicherten. 

„Wir haben verloren, weil wir über 35 Minuten nicht als Team aufgetreten sind“, sagte NINERS Headcoach Rodrigo Pastore nach der bis heute einzigen Niederlage der Sachsen. Die folgende Siegesserie von 14 Spielen lässt darauf schließen, dass es Pastore gelungen ist, seinen Jungs den nötigen Teamgeist einzuimpfen.

Prunkstück der Sachsen ist die Offensive, die mit durchschnittlich 94 Punkten pro Partie die mit Abstand meisten Punkte der gesamten Liga erzielt (Zur Einordnung: Verfolger Eisbären Bremerhaven scort 88 Punkte pro Spiel). Auch bei den Assists führen die NINERS die BARMER 2. Basketball Bundesliga an. Sie verteilen pro Spiel stolze 24 Vorlagen. Mit Chris Carter, Terrell Harris, Malte Ziegenhagen, Jonas Richter und Jan-Niklas Wimberg stehen gleich fünf Akteure im Chemnitzer Aufgebot, die zweistellige Punkteausbeuten pro Spiel vorweisen können und die Trierer Defensive massiv fordern werden. 

„Chemnitz spielt unheimlich variabel, findet immer eine Antwort – das wird überhaupt nicht einfach“, weiß auch Headcoach Christian Held um die Stärke der Sachsen. „Ihre Siegesserie spricht für sich und ist absolut beeindruckend. Sie haben meine Einschätzung, einer der Top-Aufstiegskandidaten zu sein, damit bestätigt. Wenn wir in Chemnitz eine Siegchance herausspielen wollen, müssen wir zu jeder Zeit 100% konzentriert sein und alle Spieler müssen an ihr Limit gehen.“

Das Trierer Gastspiel in Chemnitz (14.01.2020, 19:30 Uhr, Messe Chemnitz) wird wie üblich per Livestream auf www.airtango.live übertragen.