Exit-Interview Simon Schmitz: „Ich habe viele neue Einblicke sammeln können“

Simon Schmitz (30) gehört nicht nur bereits seit 2015 zum Kader der RÖMERSTROM Gladiators sondern ist vor allem als Kapitän der Mannschaft zur Identifikationsfigur gereift. Kurz nach der Saison beendete Schmitz (6,4 Punkte in 22:08 Minuten pro Spiel) im Trikot der Gladiators seine Karriere. Im Exit-Interview spricht der gebürtige Berliner über seine Verletzung, Fitnesstraining mit seinem Sohn und in welchem Bereich er sich trotz langer Verletzung in dieser Saison verbessert hat.

RÖMERSTROM Gladiators Trier: Simon, wo bist Du gerade und wie geht es Dir?

Simon Schmitz: Ich bin zuhause in Trier und allgemein geht es mir gut. Der Fuß zwickt noch etwas, aber ansonsten ist alles in Ordnung.

Was war Deine erste Reaktion als klar war, dass die Saison beendet ist?

Es hatte sich ja schon abgezeichnet, dass die Saison nicht regulär zu Ende geht. Als es dann aber offiziell wurde war es schon surreal und man war natürlich auch etwas traurig die Saison nicht zu Ende spielen zu können.

Was war Dein schönster Moment in dieser Saison? Was wirst Du nicht vergessen?

Das letzte Heimspiel gegen Nürnberg! Wir haben zwei Tage vorher in Hagen kein gutes Spiel gemacht und in der kurzen Zeit zwischen den Spielen viel zusammengesessen und innerhalb der Mannschaft diskutiert. Das wir dann gegen Nürnberg ein ziemlich gutes Spiel gemacht haben hat gezeigt, dass wir als Team in der Lage sind schnell auf Rückschläge zu reagieren und es deutlich besser zu machen.

Was war der schwierigste Moment in dieser Saison?

Das war wohl vor dem Auswärtsspiel gegen Nürnberg als langsam klar war, dass ich der Mannschaft für den Rest der Saison, zumindest auf dem Parkett, nicht mehr helfen kann.

Wie beurteilst Du Deine eigene Leistung in dieser Saison?

Die eigene Leistung ist ja leider schon eine ganze Weile her (lacht). Aufgrund der Verletzung war es für mich natürlich keine gute und vor allem keine leichte Saison.

Was hast Du in dieser Saison gelernt/verbessert?

Ich habe viele neue Eindrücke sammeln können. Zum Beispiel in der Videovorbereitung aus Sicht der Coaches habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt. Und auch während des Spiels habe ich versucht  noch mehr auf Details und Kleinigkeiten zu achten und diese an meine Team-Kameraden zu kommunizieren.

Wie sehen Deine Tage aktuell aus, mit den ganzen Einschränkungen durch das Virus?

Im Großen und Ganzen ziemlich gleich (lacht). Die meiste Zeit spiele ich mit meinem Sohn, der ja gerade auch zuhause – und ihm ist egal ob Corona-Krise herrscht oder nicht (lacht). Wir waren in letzter Zeit viel draußen spazieren, da müssen wir mal schauen wie sich das in naher Zukunft noch umsetzen lässt.

Was empfiehlst Du unseren Fans, um sinnvoll Zeit totzuschlagen?

Ich finde es in der aktuellen Situation sehr wichtig, emotional noch näher zusammen zu rücken, wenn man sich physisch aus dem Weg gehen soll. Also viel mit Freunden und Familie skypen, telefonieren oder sich über Social Media austauschen.

Wie hältst Du Dich trotz der ganzen Beschränkungen einigermaßen fit?

Aktuell mache ich sehr viele Workouts über YouTube. Da findet man einige gute Trainings, die auch ohne Geräte zuhause super umsetzbar sind. So kann ich mich einigermaßen fit halten – und mein Sohn macht natürlich auch mit (lacht).

Welches Lied gehört auf Deine Motivations-Playlist?

Definitiv Numb/Encore von Jay-Z und Linkin Park!

Was ist Deine Botschaft an die Fans da draußen?

Ich hoffe alle da draußen sind und bleiben gesund! Ich denke, dass jedem bewusst ist wie wichtig der Basketball für die Stadt Trier ist. Wir haben gemeinsam so viele tolle Momente und emotionale Achterbahnfahrten erlebt. Ich hoffe, dass viele Fans an der StandAsOne30-Kampagne teilnehmen – so wie ich auch. Mit der Unterstützung und den Spenden der Fans hat der Trierer Basketball auf jeden Fall eine Chance zu überleben und für nohc viele weitere besondere Momente in der Arena zu sorgen.