Exit-Interview Vincent Hennen: „Vor den eigenen Fans zu spielen war schon etwas ganz besonderes“

Vincent Hennen (19 Jahre) gab diese Saison sein Profi-Debüt für die RÖMERSTROM Gladiators Trier. Im Exit-Interview spricht der frischgebackene Abiturient (1:28 Minuten pro Spiel) über sein Heim-Debüt, die Regionalliga-Saison und inwiefern ihn das Profi-Training weiter gebracht hat.

Vincent, wo bist Du und wie geht es Dir aktuell?

Ich liege im Bett zuhause in Trier und eigentlich ist alles super. Es herrscht ein bisschen Langeweile, aber ich bin fit und fühle mich gut.

Was war Deine erste Reaktion, als klar war, dass die Saison beendet ist?

Ich war am Anfang natürlich geschockt. An einen kompletten Abbruch der Saison hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedacht. Das war schon ziemlich krass am Anfang. Ich war zu der Zeit komplett im Abi-Stress und habe über Rupert erfahren, dass das Spiel in Rostock ausfällt. Montag darauf hatten wir schon ein Team-Meeting und kurz danach sind unsere Amis schon teilweise nach Hause gereist – das war eine wirklich seltsame Situation.

Was war Dein schönster Moment in dieser Saison? Was wirst Du nicht vergessen?

Mein Highlight war definitiv mein Heim-Debüt gegen Ehingen-Urspring. Ich habe zwar in Nürnberg schon ein paar Minuten bekommen, aber zuhause vor den eigenen Fans zu spielen war schon etwas ganz Besonderes. Die Halle war auch noch ziemlich voll, das werde ich so schnell nicht vergessen. 

Was war der schwierigste Moment in dieser Saison?

Ich habe ja die meiste Zeit der Saison in der Regionalliga-Mannschaft gespielt. Da lief es dieses Jahr nicht so gut, wir haben am Ende gegen den Abstieg gespielt. Klar, ohne Corona hätte da noch was passieren können, aber wir hatten einen sehr jungen Kader und haben uns gegen starke Gegner häufig schwergetan. Die Saison war defintiv nicht leicht.

Wie beurteilst Du Deine eigene Leistung in dieser Saison?

Da denke ich jetzt auch erstmal an die Regionalliga-Saison, da ich dort einfach deutlich mehr gespielt habe. Ich war eigentlich recht zufrieden, ich musste mehr Verantwortung im Scoring übernehmen und habe das auch gut geschafft. Das Training mit den Profis hat mich da auf jeden Fall ein Stück selbstbewusster gemacht und die Führungsrolle in der Regionalliga fiel mir dadurch sicherlich leichter.

Was hast Du in dieser Saison verbessert?

Ich habe mich körperlich auf jeden Fall noch etwas weiterentwickelt, habe viel Zeit im Fitnessstudio verbracht. Wie gesagt, das Training mit den Profis hat mich enorm weitergebracht. Gegen solche Spieler zum Korb zu ziehen und vernünftig abzuschließen ist nicht leicht und daran habe ich erfolgreich arbeiten können.

Wie sehen Deine Tage aktuell aus, mit den ganzen Einschränkungen durch das Virus?

Da ich gerade mein Abi gemacht habe, habe ich aktuell wirklich so gut wie keine Verpflichtungen (lacht). Insgesamt habe ich schon ziemlich wenig zu tun. Natürlich halte ich mich so gut es geht zuhause fit, aber ohne Teamtraining fällt da natürlich viel weg. Ich verbringe die Zeit aktuell mit meiner Freundin, zocke relativ viel und schaue Serien.  

Was empfiehlst Du unseren Fans, um sinnvoll Zeit totzuschlagen?

Man sollte vielleicht darauf achten, dass man nicht nur daheim rumsitzt. Solange man sich an die Vorschriften hält, sollte man auch mal etwas spazieren gehen oder sich im Garten betätigen. Hauptsache man kriegt keinen Lagerkoller und rottet nur so vor sich hin. Vielleicht ist das auch eine gute Zeit um Sachen zu erledigen, die man sonst nur vor sich herschiebt. Da fällt bei jedem bestimmt genug an (lacht).

Wie hältst Du Dich trotz der ganzen Beschränkungen einigermaßen fit?

Ich fahre häufiger mit Rupert und unserem Vater eine große Runde mit dem Rad. Zuhause haben wir uns ein kleines Gym aufgebaut, mit Kurzhanteln und Thera-Bändern. Da machen wir fast jeden Tag unser Programm. Das ist kein Ersatz für Teamtraining, aber natürlich besser als nix. Bis zum Sommer oder Herbst, wo es dann hoffentlich weitergeht, ist es eine lange Zeit. Wir müssen alle schauen bis dahin unser Fitness-Level halten zu können.

Welches Lied gehört auf Deine Motivations-Playlist?

Oh man da muss ich erstmal in meiner Playlist nachschauen (lacht). Ich würde Black Skinhead von Kanye West nehmen!

Was ist Deine Botschaft an die Fans da draußen?

Bleibt alle daheim und bleibt gesund! Übernehmt Verantwortung in dieser Zeit. Ich denke die ganze Situation fällt uns allen leichter, wenn wir uns an die Vorschriften halten und Rücksicht aufeinander nehmen. Helft Leuten, die eure Hilfe brauchen und wenn es geht. Und Danke für die unglaubliche Beteiligung bei StandAsOne30!