Auswärtssieg dank starker Teamleistung. RÖMERSTROM Gladiators schlagen Science City Jena 75:70.

Bester Werfer war Jonas Grof mit 14 Punkten. Nächstes Ligaspiel bereits am Mittwoch gegen die Bayer Giants Leverkusen.

Nur in zivil reisten Jermaine Bucknor und Jonathan Dubas mit dem Team der RÖMERSTROM Gladiators nach Jena. Ohne die beiden Power Forwards ging es nach der Auswärtsniederlage gegen Phoenix Hagen in das nächste schwere Ligaspiel. Doch auch die Jenaer hatten mit großen Personalsorgen zu kämpfen, ohne die beiden US-Amerikaner Zamal Nixon und Demarcus Holland fehlte viel Scoring und Erfahrung auf den kleinen Positionen.

Chase Adams, Dan Monteroso, Thomas Grün, Jonas Grof und Robert Nortmann – diese Starting Five schickte Marco van den Berg in das Auswärtsspiel bei Science City Jena. Trier startete im Vergleich zum letzten Spiel gegen Phoenix Hagen deutlich aggressiver in die Partie, die ersten Punkte besorgte Thomas Grün mit einem krachenden Dunk. Die Gladiatoren überzeugten in den ersten Minuten durch starke Defense, gutes Rebounding und schnelle Abschlüsse. So gelang es früh mit 2:9 in Führung zu gehen. Im weiteren Verlauf des ersten Viertels hielten die Trierer die Intensität hoch und bauten die Führung nach einem weiten Dreier von Rupert Hennen auf 10:18 aus. Zum Ende des ersten Viertels fanden die Gastgeber von Science City in ihren offensiven Rhythmus und konnten den Vorsprung der Gladiatoren stetig verkürzen. Trotzdem endete das erste Viertel mit 18:20 für die Gäste von der Mosel, die eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Spiel in Hagen zeigten.

Die Gladiators begannen auch das zweite Viertel sehr fokussiert und aggressiv. Der Dreier fiel hochprozentig auf Seiten der Trierer und defensiv war man immer wieder in der Lage den Ball zu gewinnen. Zwar stand man nach vier gespielten Minuten im zweiten Viertel bereits bei vier Teamfouls, hatte die Führung jedoch auf 20:32 ausgebaut. Science City verlor immer mehr den Anschluss an die Partie, die Gladiatoren hatten das Spiel nun fest im Griff. Drei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit führten die Gäste mit 22:42. Den Gladiators gelang es weiterhin defensiv das Tempo zu bestimmen und offensiv gute Würfe zu kreieren. Trotz eines Dreiers mit der Halbzeit-Sirene, durch Jenas Julius Wolf, führten die Moselaner nach zwanzig Minuten verdient mit 28:44.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Gladiatoren hellwach. Defensiv übte man weiterhin hohen Druck aus, offensiv wurde der Ball gut rotiert und freie Abschlüsse gefunden. Jena hatte große Probleme ohne ihre verletzten Guards Systeme erfolgreich zu Ende zu spielen, die aggressive Defense der Trierer zwang die Gastgeber häufig zu schweren Würfen. Zur Mitte des dritten Viertels betrug die Führung der Gladiators 15 Punkte (40:55, 25. Spielminute). Wie bereits in den ersten beiden Vierteln kam Science City erst zum Viertelende in ihren Rhythmus und konnte zum Ende des dritten Spielabschnitts auf 50:60 verkürzen. 

Im letzten Viertel reagierte Jenas Cheftrainer Frank Menz auf die Trierer Personalnot auf den großen Positionen und brachte gleich vier Big Men auf das Parkett. Auch die Wurfquote der Thüringer verbesserte sich nun, die Führung der Gladiatoren betrug zur Mitte des letzten Viertels nur noch fünf Punkte (61:66, 36.Spielminute). Zum Ende der Partie entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Jena traf trotz starker Defensive der Trierer weiterhin stark verbessert von außen und konnte kurz vor Ende der Partie auf 70:73 verkürzen. Chase Adams gelang es 20 Sekunden vor Schluss, mit einem schweren Mitteldistanzwurf die Partie zugunsten der RÖMERSTROM Gladiators zu entscheiden. Eine starke Teamleistung sorgte für den letztlich verdienten 70:75 Sieg in Jena.

Marco van den Berg, Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier: “Ein sehr wichtiger Sieg. Wir brauchen Erfolge, um Bestätigung für das zu bekommen, was wir trainieren. Vor allem ohne Jermaine und ohne Jonathan war dieser Sieg dahingehend extrem wichtig”. 

Für Trier spielten: Chase Adams (12 Punkte), Dan Monteroso (12), Kevin Smit (10), Rupert Hennen (7), Jonas Grof (14), Thomas Grün (5), Kalidou Diouf (9), Ole Theiß (0), Robert Nortmann (6) und Kevin Kollmar (0)

Beste Werfer Science City Jena: Dennis Nawrocki, Julius Wolf und Robin Lodders (jeweils 15 Punkte)